Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Manzke fordert Einstehen für Demokratie und Solidarität

Herbstsynode der Schaumburg-Lippischen Landeskirche Manzke fordert Einstehen für Demokratie und Solidarität

Das Einstehen für Demokratie, Recht, Solidarität und Respekt vor jedem Menschen fordert jeden Menschen guten Willens.“ So hat sich Landesbischof Karl-Hinrich Manzke in seinem Bischofsbericht vor der Herbstsynode der Schaumburg-Lippischen Landeskirche nicht zuletzt mit Blick auf die Entwicklungen in den sozialen Medien geäußert.

Voriger Artikel
Keine ideologischen Gräben
Nächster Artikel
Union zieht positive Kommunalwahlbilanz

Landkreis. Manzke formulierte es als Aufgabe, in öffentlichen Diskursen das persönliche Gespräch, die persönliche Nachfrage nicht durch Wiederholungen und Behauptungen zu ersetzen, die sich möglicherweise mit vorgeformten Bildern verbänden. „Dass die sozialen Medien eine größere innere Haltung und Festigkeit auch von unseren klassischen und unabhängigen Printmedien verlangen, ist eindeutig“, meinte der Landesbischof. Ein großer Auftrag für Politik und Gesellschaft sei es, die für den öffentlichen Diskurs unverzichtbaren Printmedien zu fördern.
„Wir leben in Zeiten, da so vieles auf dem Spiel steht, was unser Gesellschaftsmodell geprägt und getragen hat“, meinte Manzke. Die Zeiten seien vorbei, dass scheinbar nur einige Experten sich um die Grundwerte des Zusammenlebens in einer offenen Gesellschaft kümmern müssten.

Such nach der Wahrheit

Als Beitrag christlicher Theologie hob Manzke die „Unbedingtheit der Wahrheitsfrage“ hervor. Neben vielen Meinungen müsse es zumindest die Suche nach der einen und umfassenden Wahrheit geben. „Die Behauptung, es gebe nur Meinungen, die gleichwertig nebeneinanderzustellen seien, übersieht, wie wichtig es für eine Kultur ist, sich um Wahrheitsansprüche zu streiten“. Der Pluralismus bedeute nicht das Ende von Wahrheitsansprüchen, sondern er ringe um sie, meinte der Landesbischof.
Ausführlich hat sich die Synode mit dem Luther-Jubiläumsjahr befasst. Dieses sehen die Synodalen als große Möglichkeit, die „Errungenschaften der Reformation neu zur Sprache zu bringen“.
Das EKD-Geschichtenmobil, ein besonderer Truck, der auf 68 Stationen in ganz Europa Reformationsgeschichten sammelt, wird auf dem Weg unter anderem über Genf, Wien Prag, Zürich und Rom bis hin nach Malmö und Riga im November 2017 auch in Stadthagen Station machen.

Resolution verabschiedet

Ausgehend von einem Impulsreferat des Stader Landessuperintendenten Hans Christian Brandy und einem anschließenden Workshop verabschiedeten die Synodalen während ihrer Herbsttagung in Bückeburg eine Resolution. Danach begeht die Landeskirche das Jubiläumsjahr der Reformation gemeinsam mit den Kirchen in der EKD, der VELKD und der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen „mit ihren Gemeinden und Einrichtungen und einem deutlich ökumenischen Bezug“.
Dankbar sei die Synode dafür, dass auf nationaler und internationaler Ebene das gemeinsame Zeugnis der Christenheit in den Mittelpunkt des Gedenkens der Reformation gestellt werde. Die Synode bekundet die Hoffnung, dass „nach der langen Zeit schmerzlich empfundener Trennung weitere Schritte auf dem Weg zur Einheit der Christen möglich“ würden.
Jan Peter Hoth, theologischer Referent im Landeskirchenamt, erläuterte den geplanten Thementag rund um das EKD-Geschichtenmobil im November zum Dialog der Religionen: „Vielfältig glauben – gemeinsam Frieden leben.“ Unter anderem wird es eine Podiumsdiskussion geben, die sich damit beschäftigt, wie Religionen gemeinsam eine friedliche Gemeinschaft in einer kirchenunabhängigen Gesellschaft gestalten können.

jwp

Abtreibung: Um Kompromiss bemüht

In der Diskussion um Schwangerschaftsabbrüche nach sozialer Indikation am künftigen Gesamtklinikum Schaumburg will sich die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe um einen Kompromiss bemühen. „Es muss eine Lösung gefunden werden, die sowohl dem Selbstbestimmungsrecht der Frauen als auch dem Schutz des Lebens gerecht wird“, sagte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke am Wochenende am Rande der Herbsttagung der Landessynode im Evangelischen Gemeindehaus Bückeburg.
Bischof Manzke sagte, er sehe eine Aufgabe der Landeskirche darin, dass die unterschiedlichen Akteure bei dem Thema an einen Tisch kämen. Dazu gehörten auch die Beratungsstellen für Schwangere. Es müsse ein angemessenes Verfahren gefunden werden, um zu einer Lösung zu kommen.  epd

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg