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Massive Forderung ans Land

Landkreis / GVH-Tarif Massive Forderung ans Land

Die Forderung an das Land Niedersachsen ist massiv ausgefallen. Dieses müsse die Anschubfinanzierung für die angestrebte Ausweitung des GVH-Bahntarifs auf die Landkreise rund um Hannover gewährleisten. So hieß es mit Nachdruck auf einer Konferenz der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) am Dienstag im Kreishaus in Stadthagen.

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Ob und wann Bahnkunden in Schaumburg in den Genuss eines ausgeweiteten GVH-Tarifs kommen könnten, ist derzeit noch unklar.

Quelle: Foto: rg

Landkreis (ssr). Ulf-Birger Franz, Dezernent der Region Hannover für Wirtschaft, Verkehr und Bildung, stellte den rund 25 anwesenden SPD-Mandatsträgern die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor. Dieses war von der Region Hannover und dem „Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ in Auftrag gegeben worden (wir berichteten).

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie: Die Gutachter empfehlen demnach, den für Pendler geltenden GVH-Regionaltarif auf Einzelkarten (inklusive Tageseinzel- und Tagesgruppen-Tickets) auszuweiten. Um unangemessen große Tarifsprünge - wie derzeit etwa zwischen Haste und Lindhorst - zu vermeiden, solle es sechs ringförmig um Hannover angelegte Tarifzonen bis zu den Außenrändern der umliegenden Landkeise geben. Drittens wird die Einbeziehung von Anschlussbussen in den GVH-Tarif nahegelegt. Als durchschnittlicher Preis eines Tagestickets für Kunden aus eher entlegeneren Regionen der umliegenden Landkreise kalkulieren die Gutachter mit etwa 15 Euro.

Verkehrsdezernent Franz betonte, dieses sei „noch keine belastbare Zahl“. Solche vorzulegen, sei nicht Aufgabe der Machbarkeitsstudie gewesen. Eine genaue Kostenkalkulation solle vielmehr das Ergebnis einer bereits in Auftrag gegebenen Nachfolgestudie sein. Diese werde im Herbst vorliegen. Dann werde auch klar sein, welcher öffentliche Subventionsbedarf erforderlich ist, um das Projekt auszuschieben. „Denn es ist mit etwa drei Jahren Defizit zu rechnen“, so Franz, „ehe der neue GVH-Tarif sich durch angestiegene Fahrgastzahlen selber rechnen dürfte.“
Das Land Niedersachsen habe vergleichbare Tarifsysteme rund um Bremen und Hamburg finanziell stark unterstützt, berichtete Landrat Jörg Farr. „Dann wird das doch wohl erst recht für das Umland der Landeshauptstadt Hannover gelten.“ Dieses sei eine der letzten tariffreien Zonen in Deutschland, warf Axel Priebs, Vorsitzender der SGK-Gruppe der Region Hannover, ein. Der Landtagswahlkampf müsse genutzt werden, „intensiv Lobbyarbeit für eine Landesfinanzierung des Starts einer GVH-Ausweitung zu betreiben“. Der ÖPNV sei „originäre Landesaufgabe“, fügte der Schaumburger SPD-Chef Karsten Becker hinzu und verlangte: „Das Land muss sich dem schlicht stellen und die Anschubfinanzierung leisten.“

In der SGK-Versammlung bestand Einigkeit, dass die Kommunen die Anschubfinanzierung finanziell nicht wuppen können. „Insofern wird es im Herbst zum Schwur zwischen Land, Region Hannover und den umliegenden Landkreisen kommen“, sagte Dezernent Franz voraus.

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