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Masterplan für Klimaschutz

Neues Förderprogramm Masterplan für Klimaschutz

Der Landkreis Schaumburg ist in das Förderprogramm „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ des Bundes aufgenommen worden.

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Am Ende der Förderperiode möchte der Landkreis eine eigene Klimaschutz-Agentur aufgebaut haben. 

Quelle: rg

LANDKREIS. LANDKREIS.  Der Antrag wurde im Verbund mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden gestellt. Holzminden wird nach besonderen Kriterien gefördert, nach Schaumburg und Hameln-Pyrmont fließen in den kommenden vier Jahren insgesamt 600 000 Euro an Zuschüssen. Bundesweit gibt es nur 41 Masterplan-Kommunen.

Um in den Masterplan aufgenommen zu werden, musste sich der Landkreis zwei zentrale Zielsetzungen vorgeben: Bis zum Jahr 2050 soll der Energieverbrauch um 50 Prozent und die Treibhausgas-Emissionen um 95 Prozent reduziert werden. Diese Ziele zu verfolgen, hat der Kreistag einmütig beschlossen.

Mit dem Fördergeld des Bundes wird nach Auskunft von Kreisbaudezernent Fritz Klebe unter anderem für vier Jahre ein Klimaschutz-Manager des Landkreises finanziert. Mit dem Masterplan könne die Arbeit des Anfang 2017 auslaufenden Projektes „Klimaschutz-Konzept“ nahtlos fortgesetzt werden. Auch dieses Projekt wird seit 2012 von einem Klimaschutz-Manager betreut.

Unter der Koordination des Managers soll ein Masterplan-Konzept erarbeitet werden. „Das soll auf einer breiten Basis vieler Beteiligter entstehen“, sagt Klebe. Daher werden etwa Naturschutz-Verbände, die Handwerkerschaft, Banken, Wohnungsbauunternehmen und Bürger, die sich in der Energiepolitik engagieren, beteiligt. Außerdem wird ein Beirat für den Masterplan gebildet. Das Masterplan-Konzept soll vom Kreistag verabschiedet werden.

Nach den Worten von Klebe könnte es im Masterplan-Konzept beispielsweise darum gehen, wie der Ausbau regenerativer Energien in Schaumburg vorangetrieben werden kann. Auch Instrumente, mit denen der Energieverbrauch gemindert werden kann, könnten Teil des Konzeptes werden. „Dabei geht es etwa um die Beratung von privaten Haushalten und um Energieeinsparung bei kommunalen Gebäuden“, so Klebe.

Wichtig für Schaumburg ist laut Klebe das Stichwort Mobilität: „Diese macht hier 40 Prozent des Energieverbrauchs aus, das ist erkennbar über dem Bundesdurchschnitt.“ Vorschläge zum Ausbau des ÖPNV, zur Einrichtung einer Mobilitätszentrale und zur Förderung der E-Mobilität werden nach Darstellung Klebes deshalb wohl Teil des Konzeptes sein.

Ziel der Kreisverwaltung ist es nach Darstellung von Klebe, „dass am Ende der vierjährigen Förderperiode eine Klimaschutz-Agentur des Landkreises steht“. Diese solle neben Zahlungen von Kreis und Kommunen möglichst aus der hiesigen Wirtschaft mitfinanziert werden. Denn diese Einrichtung soll laut Klebe verlässlich dauerhaft etabliert werden und nicht von Förderperioden von Landes- oder Bundesprogrammen abhängig sein. ssr

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