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Aus dem Landkreis Mehr Flüchtlinge aus Syrien in Schaumburg
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Mehr Flüchtlinge aus Syrien in Schaumburg
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00:26 28.08.2014
 In der Gartenhalle Karlsruhe werden Betten für Flüchtlinge aufgestellt. In Schaumburg gestaltet sich die Unterbringung von Flüchtlingen wegen der geringen Zahl an Unterkünften indes schwierig. dpa
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Von Axel Wagner

Nach Auskunft der Kreisverwaltung sind seit dem 1. Januar dieses Jahres insgesamt 185 Flüchtlinge nach Schaumburg gekommen. 61 von ihnen stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien, also aus Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien.

Zugenommen hat die Zahl derer, die aus Syrien nach Deutschland geflüchtet sind. 44 sind es bisher in diesem Jahr. Weitere 20 Menschen sind aus Albanien gekommen, elf aus der Russischen Föderation und zehn aus Marokko. Aus dem Irak kamen dieses Jahr bislang nur zwei Menschen hierher.

Insgesamt leben in Schaumburg derzeit rund 8500 Menschen ohne deutschen Pass, darunter aber auch jene, die hier geboren sind.

Während sich die Unterbringung, wie berichtet, wegen der geringen Zahl an Unterkünften schwierig gestaltet, hat der Bund gegenüber dem Landkreis angekündigt, dass weitere Flüchtlinge zugewiesen werden. Bis zu 50 Personen pro Woche muss die Kreisverwaltung in den kommenden Wochen voraussichtlich unterbringen. Genauere Zahlen gibt es nicht, die Angaben können bei Bedarf auch nach unten oder oben verändert werden.

Was genau die Menschen in die Flucht treibt, das können auch Natia Lang, Susanne Schulz und Mehmet Ruzgar nicht auf Anhieb beantworten. Alle drei beraten im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schaumburg die Flüchtlinge hier im Landkreis. „Die Menschen wollen in Sicherheit kommen“, sagt Awo-Kreischefin Heidemarie Hanauske. „Die Menschen fliehen aus ihrer Heimat, wenn sie Angst um ihre Existenz haben.“

Ethnische Zugehörigkeit, eine andere Einstellung zum Leben, oft aber auch einfach Krieg – die Gründe, die letztlich zur Flucht führen, sind vielfältig. „Wir haben Familien aus Syrien, die geflüchtet sind, weil sie dort von Kriegshandlungen überrascht wurden“, sagt Stephan Hartmann, der sich bei der Awo um die Integration von Zuwanderern kümmert. Die Entwicklung hat sich dabei in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. „Die Traumatisierung der Flüchtlinge hat massiv zugenommen“, sagt Hartmann und fügt mit Blick auf die Kriege hinzu: „Es ist skrupelloser geworden. Es wird überhaupt keine Rücksicht mehr genommen.“ Hartmann erzählt von einer Mutter, die mit ihren beiden Kindern hierher geflüchtet ist – aus Somalia (Afrika), rund 10000 Kilometer Luftlinie von Schaumburg entfernt.

Nach ihrer Ankunft in Schaumburg erhalten die Menschen eine sogenannte Erst-Orientierung. Dabei geht es darum, ihnen zu vermitteln, wo sie beispielsweise einkaufen können, wo die nächste Arztpraxis ist und wo sie ihre Kinder zur Schule bringen können – eine Herausforderung, besonders im Hinblick auf die Sprache. Trotzdem sieht sich das mehrsprachige Beraterteam der Awo hier gut aufgestellt. Ruzgar: „Wir versuchen alles, damit die Menschen schnell die deutsche Sprache lernen.

Ist die Erst-Orientierung abgeschlossen, geht es daran, eine normale Wohnung für die Flüchtlinge zu finden. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Menschen in der Regel eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten und können einen Integrationskurs besuchen.

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