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Mehr Pflegebedürftige

Zahlen steigen auch im Kreis Mehr Pflegebedürftige

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Landkreis Schaumburg steigt an. Im Dezember 2015 benötigten 8151 Personen Hilfe im Alltag. Zwei Jahre zuvor waren es laut des Statistischen Landesamts noch 606 Pflegebedürftige weniger. Damit liegt ein Anstieg von acht Prozent vor.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

LANDKREIS. Da sich die Entwicklung zunächst so fortsetzen wird und die Pflegehäufigkeiten weiter zunehmen werden, ist auch der Beratungsbedarf bei den Menschen im Landkreis gestiegen. Das berichtet Claudia Kuhlmann vom Senioren- und Pflegestützpunkt vom Landkreis Schaumburg.

Beratung wird immer wichtiger

Viele Fragen haben die Menschen aber auch wegen des umgesetzten Pflegegesetzes, das Anfang des Jahres beschlossen worden war. Das biete zahlreiche Vorteile und neue Leistungen. „Das Thema Pflege wird immer komplexer und wir als Institution immer bekannter“, sagt Kuhlmann. Für die Schaumburger werde die Beratung immer wichtiger, um sich über Angebote für pflegende Angehörige, Seniorenbetreuer, Haushaltshilfen, das gestiegene Pflegegeld oder ambulante Pflegemöglichkeiten zu informieren. Kuhlmann und ihre Mitarbeiter des Senioren- und Pflegestützpunkts unterstützen aber auch bei der Suche nach geeigneten Pflegediensten. „Die meisten Menschen möchten beispielsweise gerne in der Nähe ihres Heimatortes bleiben.“

Deutlicher Anstieg bei der Tagespflege

Da die Zahl der Pflegebedürftigen ansteigt, werde voraussichtlich auch der Bedarf an Betreuungsplätzen steigen. Gerade im Bereich der Tagespflege ist laut Kuhlmann schon jetzt ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Derzeit gebe es in Schaumburg 16 Einrichtungen, die Tagespflege anbieten. Das entspreche 158 Plätzen. Wegen des großen Bedarfs seien sechs weitere Einrichtungen in Planung. Konkrete Aussagen könnten dazu aber noch nicht gemacht werden. Ambulante Pflegedienste seien derzeit 35 im Landkreis zu finden. Vollstationäre Pflegeplätze gibt es laut Kuhlmann aktuell 3432, verteilt auf 47 Einrichtungen.

Damit sei der Landkreis gut abgedeckt – ob die Anzahl auch in Zukunft ausreiche, müsse sich zeigen. In Gesprächen bekomme sie regelmäßig mit, dass Angehörige lange Wartezeiten für einen Platz in der Kurzzeitpflege in Kauf nehmen müssten.  jemi

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