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Mehr Wohnungen für Flüchtlinge

Positive Entwicklung in Schaumburg Mehr Wohnungen für Flüchtlinge

Die Bereitschaft von privaten Vermietern, Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, ist kreisweit erkennbar gestiegen.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Landkreis. „Wir stellen da eine erfreulich positive Entwicklung fest“, berichtete der Leiter des Kreissozialamtes, Klaus Böhm.

Einige der Vermieter würden den Wohnraum ausdrücklich nicht nur wegen der Mieteinnahme anbieten, „sondern um in dieser Situation zu helfen“, ergänzte Böhm. Noch vor einem Jahr sei die Situation ganz anders gewesen, als kaum Privatwohnungen für Asylsuchende angeboten worden waren. Damals sei man zeitweise kurz davor gewesen, in einer Turnhalle Notunterkünfte einzurichten. „Diese Lage haben wir derzeit nicht mehr“, so Böhm.

Angesichts der Tatsache, dass im laufenden Jahr kreisweit noch rund 600 neue Flüchtlinge erwartet werden, könne man, was die Suche nach dezentralen Unterkünften angehe, freilich „nicht von Entwarnung sprechen“, betonte Erster Kreisrat Klaus Heimann. „Der Druck ist weiterhin da, wir haben nach wie vor keinen Puffer.“ Vor allem würden kleinere Wohnungen für Zwei- oder Drei-Personen-Haushalte gesucht: „Da haben wir einen erheblichen Bedarf“, berichtete Heimann.

Dieser Tage hat die Kreisverwaltung nach Angaben von Böhm in Bückeburg und Rinteln insgesamt zwölf Wohnungen in Bundesbesitz von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) angemietet. Es handelt sich um ehemalige Wohnungen für Soldaten. Da der Bund auf diese Weise die Kommunen bei der Unterbringung der Flüchtlinge unterstützen will, sind die Wohnungen für den Landkreis mietfrei. „Allerdings müssen wir das Geld für die Herrichtung und den Unterhalt selbst aufbringen“, erläuterte Heimann. In den genannten zwölf Wohnungen sollen demnächst insgesamt rund 50 Asylsuchende einquartiert werden. „Das hilft die Lage zu entspannen“, kommentierte Heimann erleichtert.

Nach Darstellung Böhms sind in Rinteln zehn weitere Wohnungen in Bundesbesitz „in konkreter Aussicht“. Ob darüber hinaus noch weiterer Wohnraum von der Bima angemietet werden soll, müsse sorgfältig überlegt werden, sagte Heimann, „weil wir eine zu starke Konzentration vermeiden wollen.“

Denn die möglichst dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge sowie eine intensive begleitende Sozialarbeit sollen weiterhin wichtige Ziele bleiben, „um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen“, wie der Erste Kreisrat erläuterte. Dieser Ansatz bewähre sich. „Die Hilfsbereitschaft, die Flüchtlinge zu unterstützen, ist in vielen Orten sehr ausgeprägt“, würdigte Heimann.
Gleichwohl verfügt der Landkreis mittlerweile über drei Gemeinschaftsunterkünfte für jeweils rund 40 Asylsuchende. Diese sind nicht als dauerhafte Unterkunft gedacht, sondern für eine erste mehrmonatige Orientierungsphase. „Für ein, zwei weitere Gemeinschaftsunterkünfte haben wir noch Bedarf“, berichtete Heimann, „es ist aber noch nichts konkret in Sicht.“ ssr

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