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Mehr Zeit zur Vorbereitung der Inklusion

Frist für Schwerpunktschulen bis 2024 Mehr Zeit zur Vorbereitung der Inklusion

Die Verlängerung der Schwerpunktschulen bis ins Jahr 2024 hat der Kreistag einmütig beschlossen. Diese Einrichtungen sollten eigentlich nur bis 2018 den Kommunen den Übergang in das inklusive Schulsystem erleichtern.

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Landkreis (ssr). Der Landkreis hat für jeden Förderbedarf mehrere Schwerpunktschulen benannt, an die Eltern ihr Kind mit dem entsprechenden Förderbedarf schicken können. Beispiele: Für den Schwerpunkt Hören sind das unter anderem die beiden Oberschulen in Stadthagen und Bückeburg, für den Schwerpunkt Sehen etwa die IGS und das Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen. Ab dem Schuljahr 2018/19 sollten Eltern dann eigentlich die Schule frei wählen und dieses Recht notfalls einklagen können. Das hätte geheißen: Jedes Schulgebäude müsste barrierefrei ausgebaut sein, zum Beispiel über einen Fahrstuhl und schallgedämmte Unterrichtsräume verfügen. Doch nun hat das Land eine Verlängerung dieser Frist ermöglicht.
Um die baulichen Voraussetzungen für die umfassende schulische Inklusion zu schaffen, seien kreisweit rund zehn Millionen Euro nötig, sagte Richard Wilmers (WIR). Das sei eine enorme Summe. „Da ist es hilfreich, wenn wir das jetzt zeitlich strecken können“. Zudem bekämen die Schulen mehr Zeit zur organisatorischen und pädagogischen Vorbereitung des inklusiven Betriebs.
Marina Grün (SPD) bekundete, die praktische Umsetzung der Inklusion sei nur schrittweise möglich. Daher sei die Fristverlängerung eine gute Entscheidung. Es müsse aber das erklärte Ziel sein, bis 2024 tatsächlich alle Voraussetzungen für die schulische Inklusion geschaffen zu haben. Für die CDU sagte Heiko Tadge, es sei gut, dass die Schulträger nicht mit überbordenden Kosten in zu kurzer Zeit belegt würden. Zudem stellt das System der Schwerpunktschulen nach Überzeugung von Tadge derzeit „eine bedarfsgerechte Beschulung“ dar. Christoph Ochs (Grüne) ergänzte, für die Schulen werde durch die Fristverlängerung mehr Planungssicherheit hergestellt. Ochs lobte zudem die Flexibilität hiesiger Schulen. So habe beispielsweise das Gymnasium Adolfinum, obwohl keine Schwerpunktschule, durch Installation eines Audio-Systems ermöglicht, dass ein hörbehinderter Schüler die Schule besuchen kann.

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