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Mensa: Gemeinsam für ein gutes Essen

Landkreis / Schule Mensa: Gemeinsam für ein gutes Essen

Das Schulessen gehört aus Sicht des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes zu den pädagogischen Aufgaben des Landes (wir berichteten). Deswegen soll sich das Land entsprechend finanziell beteiligen. Hintergrund sind die Kosten für Bau und Betrieb von Schulkantinen, die die kommunalen Kassen erheblich belasten würden. In Schaumburg ist der Landkreis für die Ausstattung der Mensen zuständig. Die Kosten für das Essen tragen die Eltern der Schüler. Die SN haben nachgefragt, wie genau das Mensaessen in Schaumburg organisiert und finanziert wird.

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Für einen vorher abgestimmten Festpreis können sich die Schüler in den Mensen ihr Mittagessen schmecken lassen.

Quelle: dpa

Landkreis (mak). „Wir in Schaumburg nehmen unsere Verantwortung in Sachen Ganztagsschulen und Mensen sehr ernst“, sagt Kreisrätin Katharina Augath. Für jede Schule wird ein passendes Modell entwickelt. „Viele Schulen im Landkreis arbeiten zum Beispiel mit der PLSW zusammen“, fügt die Kreisrätin an.Die IGS Helpsen ist mit diesem Schulcatering-Service der paritätischen Lebenshilfe sehr zufrieden, wie Schulleiter Timo Kuhlmann bestätigt. Die Bestellung erfolgt über ein automatisiertes System im Internet. „So wird eine optimale Planung ermöglicht“, ergänzt Kuhlmann. Außerdem erhalten die Eltern regelmäßig eine detaillierte Rechnung per Mail, die Zahlung erfolgt per Lastschrift.

Auch das Adolfinum in Bückeburg arbeitet mit dem Schul-Caterer der Lebenshilfe zusammen. Jeden Tag gibt es vier Angebote zur Auswahl, die für einen Festpreis von 3,20 Euro bestellt werden können.

„Für den kleinen Hunger gibt es auch ein kleines Gericht für 2,50 Euro“, sagt Oberstudiendirektor Michael Pavel.Um die Essensausgabe kümmern sich Mitarbeiter der Caféteria. Pro Ausgabe bekommen diese 25 Cent vom Förderverein. „Das ist bei 50 Essen und drei Stunden Arbeit natürlich ein sehr geringer Lohn“, gibt Pavel zu. Aus diesem Grund vereinbarte die Schule mit dem Landkreis, dass dieser für die Differenz aufkommt. So erhalten die Mitarbeiter einen fairen Mindestlohn. „Diese Differenz wird jeden Tag aufs Neue ausgerechnet, da jeden Tag eine andere Zahl an Essen ausgegeben wird“, erklärt der Oberstudiendirektor.

Beim Stadthäger Ratsgymnasium kümmert sich Bärbel Lambeck um das leibliche Wohl der Schüler. Lambeck pachtete die Mensa 2004 und organisiert seitdem das Mittagessen. „Die Gerichte werden jeden Tag frisch zubereitet“, betont die stellvertretende Schulleiterin Angelika Hasemann. Auch hier greift eine Mischkalkulation: Jedes von Lambeck gekochte Gericht kostet 3,10 Euro. „Damit lassen sich natürlich keine großen Sprünge machen“, sagt Hasemann.Ein weiterer Gewinn liegt für die selbstständig arbeitende Mensa-Köchin im Caféteriaverkauf. „Was Frau Lambeck zum Leben braucht, erwirtschaftet Sie durch die Caféteria“, so Hasemann.

Finanziell benachteiligte Familien haben im Übrigen die Möglichkeit, ihrem Kind durch das Bildungs- und Teilhabe-Paket die Teilnahme am Schulessen zu ermöglichen. Wer dieses Paket nutzen darf, zahlt einen Euro für das Mensaessen, die Differenz wird vom Landkreis getragen, bestätigt Kreisrätin Katharina Augath.

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