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„Menschen wünschen sich Frieden“

Landkreis / Volkstrauertag „Menschen wünschen sich Frieden“

Landkreis. Landrat Jörg Farr, Vorsitzender des Kreisverbandes Schaumburg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, hat die zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof an der Paschenburg mit einem Zitat vom früheren Bundespräsidenten Johannes Rau eröffnet. „Soldatengräber sind nicht nur Stätten der Trauer, sondern auch Stätten des Trostes, der den Schmerz lindern hilft. Soldatenfriedhöfe sind Mahnmale gegen den Krieg und gegen die Zerstörungen, die er anrichtet.“

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„Die Toten mahnen für den Frieden zu leben“ steht auf dem Ehrenmal, an dem die Kränze niedergelegt wurden. peb

Landkreis/Rinteln. Diese Worte hätten nichts von ihrer Bedeutung und Aussagekraft verloren, so Farr. Die Mahnung zu Frieden und Versöhnung gelte dabei nicht nur für die Älteren, die selbst noch den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, gefordert seien auch die jungen Menschen, sich vor dem Hintergrund der Berichte über weltweite Krisenherde für die Erhaltung des Friedens vehement einzusetzen, brachte Farr in seiner Eröffnungsrede zum Ausdruck. „Aus dieser Erkenntnis heraus bemüht sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, auch die Jugend in seine Arbeit einzubeziehen und für seine Aufgaben zu gewinnen.“

Diese Zielsetzung wurde dann auch bei der Gestaltung der Gedenkfeier deutlich. Lena Zielinski, Rebecca Kolb, Vera Efremidou und Max Kanitzer von der Schule Am Schlosspark in Stadthagen gedachten in einer ergreifenden Rede der Toten und nahmen die Totenehrung vor.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote stellte als Hauptredner die Frage, ob sich Kriege verstehen lassen. „Was für eine Frage, werden Sie sich vielleicht denken. Natürlich lassen sich Kriege nicht verstehen. Dass es Situationen gibt, in denen sich Völker, Nationen, Demokratien verteidigen müssen, das lässt sich begründen, aber nicht verstehen“, so Grote. Er brachte zum Ausdruck, dass sich die Menschen nichts lieber wünschen, als im friedlichen Miteinander zu leben. „Ganz gleich, ob in Europa, Afrika, Asien oder wo immer auf der Welt, die allermeisten Menschen wünschen sich nichts sehnlicher, als in Frieden leben zu können. Niemand möchte, dass Eltern, Kinder oder Freunde in einem Krieg, durch Terror und Gewaltherrschaft verwundet oder gar getötet wird.“

Der Volkstrauertag sei ein Tag der Trauer, des Gedenkens und damit der Mahnung. Die Millionen Opfer beider Weltkriege, die neuen Opfer von Gewalt und Verbrechen nach 1945 müssten wieder und wieder dazu anspornen, dass sich jeder für eine friedliche und gerechte Welt einsetzt, mahnte Grote. „Für den Frieden etwas zu tun, ist notwendig. Dabei müssen wir uns immer wieder klar werden, der Frieden beginnt in unserem Inneren. Wir dürfen nicht stillhalten und es akzeptieren, wenn die Gewalt in der globalisierenden Welt weiter wächst und uns beherrscht. Um Frieden muss sich jeder bei sich selbst bemühen. Am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Nachbarschaft. Der Volkstrauertag ist Mahnung, Erinnerung und Auftrag zugleich.“ Danach rief Grote zum Gedenken und zur Trauer der Opfer von Gewalt und Krieg auf.

Umrahmt wurde die zentrale Gedenkfeier mit musikalischen Beiträgen der Kreismusikschule und des Gospelchors „Joyful Voices“. Es folgten die Kranzniederlegungen am Ehrenmal mit dem Lied vom guten Kameraden. Die Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg um Oberstleutnant Lüttke stellte traditionell die Ehrenwache. peb

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