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Aus dem Landkreis „Mit Cochlovius reden, nicht über ihn“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis „Mit Cochlovius reden, nicht über ihn“
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00:24 27.04.2015
Andreas Kühne-Glaser Quelle: Archiv
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Landkreis

Während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages äußerte er die Bitte, „nicht über Pastor Cochlovius und seine Aussagen zu sprechen, sondern mit ihm beziehungsweise den Menschen, die die Bibel so auslegen wie er es tut“.
Er bekomme in diesen Tagen manche Anrufe, E-Mails und Briefe, berichtete Kühne-Glaser, die sich dafür einsetzen, dass sich die Landeskirche deutlicher gegenüber den Aussagen abgrenzen möge, bis hin zum Wunsch, dass man Menschen dafür bestrafen oder gar aus der Kirche ausschließen solle. „Ich widerspreche solchen Aufforderungen und Wünschen deutlich und setze mich weiter dafür ein, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam um die Wahrheit zu ringen“, unterstrich der Superintendent.
Es gehöre zum protestantischen Prinzip der großen lutherischen Volkskirche, dass sie auch unterschiedliche Meinungen in ihren Reihen zu biblischen Aussagen respektiere, „selbst wenn uns das – und es geht mir besonders beim Thema Homosexualität so – schwer fällt“. Kühne-Glaser räumte ein, er wisse, dass er mit dieser Ansicht nicht allen gerecht werde. Aber: „Das kann und will ich in meiner Position auch nicht.“  ssr

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