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Aus dem Landkreis Mit Kitz und Frischling gegen Wildunfälle
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Mit Kitz und Frischling gegen Wildunfälle
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18:40 17.04.2011
Eines von sieben Warnschildern im Landkreis Nienburg steht nun an der Bundesstraße 6 in Richtung Hannover. Ein Kitz bittet darauf: „Bitte langsam“. © ade
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Landkreis Nienburg (ade). 930 registrierte Wildunfälle habe es im vergangenen Jahr im Landkreis gegeben, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Frank Kreykenbohm, zum Startschuss der Aktion. Das ergebe rein rechnerisch drei Wildunfälle pro Tag. Tatsächlich sei die Anzahl vermutlich doppelt so hoch.

Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2010 ließen vermuten, dass in 2011 noch eine Steigerung zu erwarten sei. 198 Wildunfälle seien bereits registriert - die „kritischen“ Monate würden nun aber erst beginnen. Diverse Aktionen, wie das Aufstellen von Duftzäunen und das Aufhängen blinkender Scheiben hätten auf Dauer keine Wirkung, da das Wild sich daran gewöhne. Eine deutliche Reduzierung der Unfallzahlen erhoffe sich die Polizei jetzt mit der neuen Aktion, die darauf abziele, Verkehrsteilnehmer zur Verringerung ihrer Geschwindigkeit aufzufordern.

Drei Elemente stellte Cornelia Zieseniß von der Straßenverkehrswacht des Landes und des Kreises vor. Zum einen sollen die großen Plakate an den Bundesstraßen, die in den Landkreis hineinführen mit den Sympathieträgern Kitz und Frischling aufmerksam auf das Problem machen. Zum anderen habe eine Steimbker Schulklasse Dreibeine gebaut und in leuchtendem Pink-Ton angestrichen, die von der Kreisjägerschaft künftig überall dort aufgestellt würden, wo es zu einem Wildunfall gekommen sei.

Erhöhte Vorsicht ist also an solchen Stellen geboten, wo Pink am Straßenrand leuchtet - wo einmal Reh- oder Schwarzwild vor ein Fahrzeug gelaufen ist, besteht erhöhte Gefahr, dass es wieder passiert. Der dritte Teil der Aktion ist ein mobiles Display, das Verkehrsteilnehmer auf ihre jeweilige Geschwindigkeit hinweisen soll. Unterstützen werde die Polizei die Aktion mit vermehrten Geschwindigkeitskontrollen, sagte Kreykenbohm.

Zeitgleich mit der Aktion für den Landkreis Nienburg sind auch die Landkreise Diepholz und Oldenburg in das Programm eingestiegen. Für Schaumburg, sagte Axel Grünvogel, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Nienburg/Schaumburg, werde er noch bei Landkreis, Verkehrswacht und Kreisjägerschaft vorsprechen, um das Interesse an Schildern, Dreibeinen und Display abzufragen.

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