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Mit Sachverstand und Gefühl

Ehrenämtler machen weiter Mit Sachverstand und Gefühl

Engagement und eine große Portion Sachverstand hat Landrat Jörg Farr den beiden ehrenamtlichen Beauftragten der Bau- und Kulturdenkmalpflege attestiert. Aus diesem Grund ist Farr besonders froh, dass sowohl Manfred Röver aus Soldorf als auch Volker Wehmeyer aus Warber ihre Arbeit für weitere vier Jahre fortsetzen werden.

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Volker Wehmeyer und Manfred Röver (vorne, von links) setzen sich weiter ehrenamtlich für den Denkmalschutz in Schaumburg ein. Jörg Farr, Fritz Klebe und Franziska Böger vom Landkreis freuen sich über das Engagement und die gelungenen Projekte der beiden.
 

Quelle: JEMI

LANDKREIS. Die beiden Diplom-Ingenieure unterstützen bereits seit 2001 die Denkmalbehörden im Kreisgebiet. „Mich beeindruckt bei den beiden, das Gefühl, das sie für die hiesige Baukultur besitzen“, sagt Farr. Beide können auf zahlreiche positiv verlaufende Projekte zurückblicken. Gerne denke er an das Lauenhäger Bauernhaus zurück. Bei der Sanierung und Umsetzung des Hauses habe er sich „richtig austoben“ können. Auch dem Vierständer-Fachwerkhaus „Hülshagen 1“ konnte Röver sogar noch mehr der ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Nicht weniger wichtig findet er jedoch die Projekte mit den kleineren und unscheinbareren Gebäuden. Das sieht auch Wehmeyer ähnlich. Er denkt gerne an zwei Bauernhöfe in Helpsen zurück. Dort sollten ursprünglich die Scheunen abgerissen werden. Das hätte jedoch für ein völlig verändertes Ortsbild geführt, der ursprüngliche Charakter wäre verloren gegangen. Überzeugungsarbeit sei notwendig gewesen.

Akzeptanz deutlich gestiegen

Die Gespräche mit den Hauseigentümern nehme bei der Arbeit der ehrenamtlichen Beauftragten der Bau- und Kunstdenkmalpflege einen wichtigen Raum ein. Es sei auch nicht immer einfach, die richtige Entscheidung zu fällen. Das habe sich in den vergangenen 16 Jahren nicht geändert. „Manchmal ist eine ambivalente Sache, ob sich Kosten und Aufwand lohnen, um ein Gebäude zu erhalten“, so Röver. Die Akzeptanz bei Behörden und Hausbesitzern sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, berichten beiden.

„Wir können das nicht ewig machen“

Farr ist froh, dass Röver und Wehmeyer ihre Arbeit für weitere vier Jahre fortsetzen werden. Doch Wehmeyer erklärt, dass Nachfolger wichtig seien. „Wir können das nicht ewig machen und bislang drängt sich niemand auf.“ Er mache sich gemeinsam mit Röver und dem Landkreis schon seit einiger Zeit Gedanken, wie die Denkmalpflege gesichert und deren Image noch weiter gesteigert werden könne. Den Bauingenieuren schwebt ein „Baukulturdienst Weser-Leine“ mit den Landkreisen Schaumburg, Holzminden, Hameln-Pyrmont und Hildesheim. Ziel sei es außerdem, die Interessengemeinschaft Bauernhaus, die sich über eine hohe Akzeptanz unter Hausbesitzern erfreue, als Träger zu gewinnen. Mit dieser neuen Institution könne gewährleistet werden, dass sich das Wissen in der Region verbreitet.

Die anderen Landkreise hätten sich positiv zu der Idee geäußert, aber eine endgültige Entscheidung stehe noch aus. Farr begrüßt das Vorhaben: „Es ist sicher eine gute Sache, wenn die erfolgreiche Arbeit auf eine breitere Basis gestellt wird.“  jemi

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