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Neuer Leiter bei Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Mit allen Schichten in Kontakt

Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Landkreises hat ein neues Gesicht an ihrer Spitze. Der Diplom-Psychologe Jan-Edwin Lönnecke hat die Leitung von der bisherigen Chefin Regina Reichardt-Corbach übernommen, die auf eine vergleichbare Stelle nach Minden gewechselt ist

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Jan-Edwin Lönnecke ist neuer Leiter der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Landkreises.

Quelle: ssr

LANDKREIS. . Der 37-jährige Hannoveraner Lönnecke war sechs Jahre lang hauptberuflich in der Gastronomie tätig, bevor er sein Psychologie-Studium begann. „Das hat mir viel an wertvoller Lebenserfahrung gebracht“, erzählt er. Nach seinem Studienabschluss in Saarbrücken bewarb er sich gezielt bei der hiesigen Beratungsstelle, für die er seit sechs Jahren arbeitet. „Mich reizt das vielseitige Aufgabenfeld“, sagt Lönnecke: „Man kommt mit vielen Lebensbereichen und allen Bevölkerungsschichten in Berührung.“ Zudem schätze er die Chance, in hohem Maße präventiv arbeiten zu können.
Die Beratungsstelle mit ihrem Hauptsitz in Obernkirchen betreibt Außenstellen in Lindhorst, Bad Nenndorf, Bückeburg und Rinteln. „Wir wollen den Klienten möglichst kurze Wege bieten, zudem vor Ort in den relevanten Netzwerken präsent sein“, begründet der Psychologe das dezentrale Konzept. Das neunköpfige Team der Beratungsstelle besteht aus drei Psychologen beziehungsweise Psychotherapeuten, vier Sozialarbeitern und zwei Verwaltungskräften. Im vergangenen Jahr führte diese Mannschaft insgesamt mit 1042 Familien oder Einzelpersonen Beratungen durch.
Besonders an zwei Stellen will der neue Leiter in der kommenden Zeit Akzente setzen. Geplant sei die Einrichtung einer weiteren Außenstelle in Stadthagen, „wo wir bislang leider einen weißen Fleck haben“. Zudem möchte Lönnecke gezielt Angebote für Jugendliche machen: „Rund 70 Prozent der Minderjährigen, die wir mit ihren Eltern beraten, sind unter 13 Jahre alt“, weiß der Psychologe. Er möchte die Beratungsstelle, etwa durch spezielle Gruppenangebote, für Jugendliche attraktiver machen. Bei diesen müsse es bekannter werden, dass die Einrichtung eine niedrigschwellige Form der Orientierung in Krisensituationen anbiete.
Die Beratungsstelle gibt laut Lönnecke Hilfestellung vor allem bei Erziehungsschwierigkeiten, Schulproblemen sowie familiären und persönlichen Krisen. Sehr oft spielt seit einiger Zeit übermäßiger Medienkonsum eine Rolle. Auch mit Folgen von Cyber-Mobbing würden die Psychologen zunehmend konfrontiert.
Ein weiteres aktuelles Problemfeld stelle der übermäßige Ehrgeiz vieler Eltern dar, was die Leistungen ihrer Kinder, oft schon im Grundschulalter, betrifft. Mit daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten werde die Beratungsstelle in starkem Maße konfrontiert. Eine zunehmende Zahl an Eltern habe zudem sehr hohe Ansprüche an ihre Erziehung, was laut Lönnecke oft zu Unsicherheiten führt: „Mache ich das so richtig?“ Auch aus diesem Grund werde oft die Beratungsstelle aufgesucht.

Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche ist in Obernkirchen, Eilsener Straße 15, Telefon (0 57 24) 60 11.

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