Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Miteinander für die „Marke“ Busch
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Miteinander für die „Marke“ Busch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 14.04.2012
Enger zusammenwirken wollen das Wilhelm-Busch-Geburtshaus . . . Quelle: rg
Landkreis/Wiedensahl (ssr)

Die Initiative für das Miteinander ging vom Landkreis aus. Denn dieser erachtet nach den Worten des Ersten Kreisrats Klaus Heimann die „Marke“ Wilhelm Busch für ganz Schaumburg als mit entscheidend Image bildend. Daher hat die Kreisverwaltung eine „Steuerungsgruppe“ initiiert (Zusammensetzung siehe Kasten). Als deren ehrenamtlicher Vorsitzender wurde der frühere Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier gewonnen.

 „Es ging darum, Akteure zusammenzuführen, die vielen verschiedenen bisherigen Aktivitäten zu koordinieren und zu einem in sich stimmigen Gesamtkonzept zu bündeln“, umreißt Schöttelndreier seine Hauptaufgabe. Nach einigen Treffen sei festzustellen: „Eine gemeinsame Herangehensweise ist auf die Schiene gesetzt, aus Wiedensahl höre ich ringsum, es sei Schwung in die Sache gekommen.“

 Eine zentrale Nahtstelle dafür ist eine neue Form gedeihlichen Zusammenarbeitens des Förderkreises Wilhelm Busch Wiedensahl e. V. und des Heimatbundes Wiedensahl. Nach Auskunft von Schöttelndreier ist „als wesentlicher Schritt“ beabsichtigt, in Kürze einen gemeinsamen Dachverein zu gründen. Wichtig: Beide Vereine bleiben völlig eigenständig, die Dachkonstruktion eröffne aber Chancen zu effektiverem Vorgehen.

 Konkret dürfte das Miteinander etwa bei der anstehenden Sanierung des Alten Pfarrhauses werden, in dem der Heimatbund ein Museum betreibt. „Da muss auch das Thema Wilhelm Busch hinein“, sagt Schöttelndreier. Im Blick sei letztlich eine örtliche „Museumsmeile“, auf der alles Interessante in einem stimmigen Gesamt-Mosaik dargeboten werden solle.

 Erstes großes Ziel ist laut Schöttelndreier die Gestaltung des Max und Moritz-Jubiläums 2015. Die Erstveröffentlichung der weltbekannten Lausbuben-Figuren wird dann 150 Jahre her sein. „Wenn wir das nicht als Grund für einen neuen Anfang unserer Zusammenarbeit nehmen, was dann?“ fragt rhetorisch Wiedensahls Gemeindedirektor Nathan Adam.

 Für alles das ist auch professionelle Begleitung organisiert. Als Projekt-„Kümmerer“ in Sachen Planung, Kosten, Technik, Events hat die Gemeinde das Planungsbüro Volker Wehmeyer engagiert. Mit im Boot sitzen auch die Regionalverantwortlichen des EU-Projekts Leader und der Dorferneuerung Wiedensahl.

 „Die jetzt gemeinsam entwickelte Perspektive ist mit rein ehrenamtlichen Kräften nicht zu schaffen“, bekennt Rudolf Meyer, Vorsitzender des Förderkreises: „Wir brauchen dieses professionelle Management.“ Und mit Blick auf die Steuerungsgruppe fügt er hinzu: „Es braucht offenbar manchmal einen Impuls von außen, damit Bewegung hinein kommt.“

 Allererstes Ergebnis der neuen Kooperation nach den Worten von Bürgermeister Helmut Schaer: Mit gleich drei Veranstaltungen feiert Wiedensahl am kommenden Wochenende, 14. und 15. April, den 180. Geburtstag von Wilhelm Busch.

Zum 180. Geburtstag gibt es einen dreifachen Tusch auf Busch

Mit gleich drei Veranstaltungen feiert Wiedensahl am Sonnabend und Sonntag, 14./15. April, den 180. Geburtstag Wilhelm Buschs, der am 15. April 1832 in Wiedensahl das Licht der Welt erblickte. Am Sonnabend, 14. April, steht die Vorstellung und Erkundung der neu gestalteten Radroute „Auf den Spuren von Wilhelm Busch“ auf dem Programm.