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Landkreis / Tag des Sports Mitmachen, schauen, staunen

Der Hauptakteur, traumhaftes Frühherbstwetter mit Sommertemperaturen, hat am Sonntag mehr als tausend Besucher auf die Kreissportanlage in Bad Nenndorf gelockt.

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Leichtathletik-Wettkämpfe waren ein Schwerpunkt beim Tag des Sports in Bad Nenndorf.

Quelle: fwi

Landkreis. Der Tag des Sports, zu dem erstmals das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport aufgerufen hatte, bot Präsentationen und Programmpunkte zum Mitmachen im Stunden- und Minutentakt.
Eingeladen hatte der Kreissportbund Schaumburg (KSB). Unterstützt wurde die Veranstaltung, die unter anderem Kultusministerin Frauke Heiligenstadt besuchte, von der BKK24 und der Sparkasse Schaumburg.

Mehr als 20 zumeist Schaumburger Vereine, dazu drei Fachverbände und insgesamt 400 Akteure gestalteten den – in jeder Weise – großartigen Tag auf dem Bad Nenndorfer Sportgelände.
„Mensch, das brummt ja!“, zitierte Landrat Jörg Farr in seinen Grußworten seine Gedanken beim Betreten des Geländes. Aber er habe den Erfolg „ja geahnt“ – nicht nur wegen des guten Wetters. „Wir haben einen rührigen Kreissportbund“, lobte der Landrat. Außerdem prädestiniere die Kombination von Schwimmbad, Hallen und Freiplätzen Bad Nenndorf für den Tag des Sports. Als zentrale Veranstaltungsstätten waren außerdem nur noch Verden, Hildesheim und Oldenburg ausgewählt worden.

Nicht möglich gewesen wäre die Veranstaltung ohne das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Vereine und deren Mitglieder. Eltern, Kinder, Übungsleiter – so viele stünden auf dem Platz. Dabei könne man heute auch andere Dinge machen. „Das begeistert uns. Das zeichnet Schaumburg aus“, freute sich Mitorganisator und Moderator des Tages Axel Bergmann.

Als besonders engagierten Verein hob Dieter Fischer den VfL Bad Nenndorf hervor. Der KSB-Vorsitzende wünschte „viel Spaß bei Sport und Sportabzeichen.“

Aktivität zeigten am Sonntag nicht nur die Vereinsmitglieder. Diese und die Organisatoren hatten vielmehr etliche Mitmachaktionen für die Besucher vorbereitet. Der VfL lockte die Gäste gleich mehrfach in die Höhe – sowohl an der Kletterwand als auch beim Kistenstapeln. „Erstmal kommen jetzt die hellen Kisten“, erklärte Carsten Busche einer jungen Stapel-Kandidatin. Angelina Quade, zehn Jahre alt und 29 Kilo leicht, wagte sich mit viel Ruhe an die Balance-Aktion. Vier Kisten setzte Angelina problemlos aufeinander, stieg jeweils in die Öffnungen der obersten Kiste und brachte ihr Gewicht möglichst zentral über den wachsenden Turm. Ab dem siebenten Element sandte Helferin Frauke Müller die Kisten per Seilzug nach oben. Angelina agierte weiterhin zügig und gelassen, die Sonne im Rücken, Eltern und Geschwister immer weiter unter sich lassend. Ab der 15. Kiste bekam der Turm ganz leichte Schlagseite. Angelina lächelt von oben herab, durchgehend am Seil gesichert von Carsten Busche.

Die 17. Kiste konnte die Zehnjährige nur noch in den Händen halten. Der Turm brach weg. Wohlbehalten erreichte die Zehnjährige den sicheren Boden, begrüßt von Applaus.

Weniger dramatisch ließ es Ralf Lenhard angehen. Noch nie in seinem Leben hatte der Rodenberger auf einem Segway gestanden oder gefahren. In Bad Nenndorf bot sich die Chance und der 54-Jährige ließ sich einweisen. „Toll“, befand Lenhard nach Absolvierung des Parcours: „Man muss sich wirklich nur draufstellen.“ Vom vielfältigen Sportangebot wollte der Rodenberger jetzt noch das Bogenschießen nutzen.

Von Vera Skamira

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