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Aus dem Landkreis Mordgeschichte mit Blaubeeren
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Mordgeschichte mit Blaubeeren
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00:17 05.02.2016
In den „Blaubeermorden“ verrät Marion Meister auch ein paar Rezepte.  Quelle: ade
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Münchehagen

Man nehme: eine leicht betuliche, aber mit beiden Beinen fest auf der Erde stehende Landärztin, eine Journalistin, die als Großstadtpflanze das Landleben erkundet, und jede Menge Anregungen von Land und Leuten vom Steinhuder Meer bis nach Nienburg. Dazu geselle man eine nicht allzu ausufernde Menge an Leichen, einen Polizisten mit exzellenten Konditor-Qualitäten und den Nachfolger der Landärztin, dessen Magen angesichts Dahingeschiedener rebelliert.

Etliche Zutaten mehr hat Meister in ihren ersten Krimi gepackt. Und der verspricht, lecker zu werden. „Blaubeermorde“ lautet der Titel, Blaubeeren sind auf dem Cover zu sehen und die süßen Früchtchen spielen auch durchaus eine Rolle in der Handlung. Wer sich im Landkreis Nienburg ein wenig auskennt, wird daraus glasklar folgern, dass die Autorin genascht hat in ihrem Umfeld: der Bickbeernhof im Dörfchen Brokeloh hat es ihr angetan, selbst zur Winterzeit kann sie noch einige der von ihr selbst gepflückten Früchtchen aus dem Eisschrank holen.

Das ist jedoch nicht der einzige Hinweis darauf, in welcher Gegend sie lebt. In einer Szene beschreibt Meister, wie Journalistin Tessa, die eigentlich in Berlin lebt, das Fürchten lernt, als sie ihre erste Nacht im Haus der Landärztin verbringt. So dunkel und so still – das hat Tessa noch nie erlebt. Eine ähnliche Geschichte erzählen die Autorin und ihr Mann Derek von ihrer eigenen ersten Nacht in ihrem Haus in Münchehagen. Auch sie kannten nur Berliner Nächte und waren irritiert.

Weshalb Meister ihren Krimi unter dem Pseudonym Mareike Marlow veröffentlicht, erklärt sie damit, dass ihr wirklicher Name bislang in erster Linie mit Kinderbüchern und Illustrationen in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich ist sie von Beruf eigentlich Illustratorin, hat aber mit der Reihe „Drachenhof Feuerfels“ auch schon einige Bücher für Kinder verfasst. Das will sie auch künftig beibehalten. Für Erwachsene hat sie aber mit den „Blaubeermorden“ zum ersten Mal geschrieben. Und dafür musste ein neuer Name her.

Die Voraussetzungen für einen spannenden Krimi sind bei ihr gegeben: Bereits als Kind hat sie mit einer Freundin einen Detektiv-Club gegründet und die Nachbarn ausspioniert, wie sie lachend erzählt. Kriminalgeschichten hat sie außerdem schon immer gerne gelesen und ihr kritischster Leser ist ihr Mann, der selbst Krimis schreibt. Kaufen sollten diese Geschichten übrigens nicht nur solche, die Krimis lieben. Auch für passionierte Hobby-Konditoren wie auch für süße Leckermäuler sind sie zu empfehlen: Den Genuss von drei süßen Verführungen beschreibt Meister so anschaulich, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft – und verrät dann die Rezepte.

„Blaubeermorde“ ist über den Knaur-Verlag erhältlich. Das nächste Buch in dieser Reihe heißt „Blutroter Flieder“ und erscheint am 1. Juli. ade

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