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Aus dem Landkreis Müllgebühren sollen steigen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Müllgebühren sollen steigen
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18:00 09.11.2017
Die Abfallwirtschaft Schaumburg passt ihre Abfallgebühren für die nächsten drei Jahre an. Quelle: tro
Landkreis

Im vergangenen Zeitraum hätten dadurch viereinhalb Prozent oder rund eine halbe Million Euro der Kosten gedeckt werden können, die sonst durch Gebühren aufgefangen würden. Außerdem seien die Anlieferungen von Grünabfällen stärker als erwartet gestiegen. Die Gebühren, die dafür an den Recyclinghöfen erhoben würden, seien aber in keinem Fall kostendeckend, erklärte Kühn.

 Insgesamt laufen bei der Abfallwirtschaft Schaumburg (AWS) für die Abfallentsorgung voraussichtlich Kosten von 13,94 Millionen Euro auf. Davon müssen rund 12,81 Millionen Euro durch Gebühren gedeckt werden. Die Grundgebühr wird nur geringfügig angehoben – von 2,40 auf 2,60 Euro pro Monat. Am deutlichsten fällt die Erhöhung beim Altpapier aus, die Gebühren für den entsprechenden 120-Liter-Behälter steigen von 19 auf 50 Cent pro Monat. „Durch diese Gebühr wollen wir erreichen, dass die Behälter nicht ungenutzt herumstehen“, sagte Kühn. Die 120-Liter-Biotonnen kosten künftig monatlich 6,30 statt 5,70 Euro. Auch Sperrmüll, Grünabfall sowie Boden- und Bauschutt werden teurer, Zweitgenannte zudem künftig je angefangenem halben Kubikmeter abgerechnet. Dafür sinken die Preise für den Restabfallbeistellsack – von 4,40 auf 3,90 Euro.

Gebühren in Schaumburg immer noch niedrig

 Wie Kühn weiter erläuterte, sind die Müllgebühren in Schaumburg im Landkreis-Vergleich immer noch relativ niedrig. Zahlten die Menschen hier im Jahr 2016 durchschnittlich 85,63 Euro, seien es in den Kreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Nienburg jeweils mehr als 100 Euro gewesen. Unter Berücksichtigung der neuen Gebühren zahlen die Schaumburger im Schnitt nun 89,23 Euro je Einwohner.

 „Bei einer Erhöhung ist es wichtig, die Gründe dafür transparent zu machen“, sagte Dagmar Hansing (SPD). Dies sei durch den Vortrag Kühns geschehen. „Wir sind bei den Gebühren längst nicht am oberen Ende angekommen. Das ist eine Situation, die uns erfreuen kann“, ergänzte Fraktionskollege Ralph Tegtmeier. tro