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Müllgebühren steigen um neun Prozent

Zum 1. Januar 2018 Müllgebühren steigen um neun Prozent

Einstimmig hat der Kreistag die Müllgebühren in Schaumburg zum 1. Januar 2018 um durchschnittlich neun Prozent angehoben. Als maßgebende Gründe wurden Kostensteigerungen sowie die Tatsache angegeben, dass die AWS ihre in den vergangenen Jahren gebührenmindernd wirkenden Rücklagen aufgebraucht hat.

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Der Landkreis Schaumburg passt seine Abfallgebühren für die nächsten drei Jahre an.

Quelle: dpa

Landkreis. Die Anpassungen fallen für die einzelnen Abfallarten recht unterschiedlich aus. Am kräftigsten ist der Anstieg beim Altpapier: Ein 120-Liter-Behälter kostet hier statt bisher 19 Cent künftig 50 Cent monatlich. Beim Bio-Abfall macht die Steigerung etwa zehn Prozent aus: Die Gebühren für einen 80-Liter-Behälter steigen von bisher 3,80 Euro auf 4,20 Euro im Monat. Die Grundgebühr je Wohnung klettert von 2,40 auf 2,60 Euro im Monat. Aber es gibt vereinzelt auch Absenkungen: So vermindert sich die Gebühr für einen Restabfallbeistellsack von 4,40 auf 3,90 Euro.

 Landrat Jörg Farr (SPD) betonte, in den vergangenen drei Jahren habe sich die Auflösung von zuvor angesammelten Rücklagen der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) gebührenmindernd ausgewirkt. Das sei nun vorbei und erkläre einen Teil der Erhöhung: „Es gibt jetzt keine Überschüsse mehr zu verteilen.“ Darüber hinaus seien steigende Kosten bei der Entsorgung zu berücksichtigen. Aber auch nach der Erhöhung werde die durchschnittliche Gebührenbelastung für einen Einwohner Schaumburgs mit 89,23 Euro jährlich „immer noch deutlich billiger sein als in den umliegenden Regionen“.

Kosten für externe Dienstleister gestiegen

 Christiane Reckmann (SPD) unterstrich, es handele sich mit Blick auf die Gebühren „um mengen- und preisbedingte Steigerungen“. So seien die Kosten für externe Dienstleister geklettert. Auch die Menge einzelner Abfallarten sei in die Höhe gegangen. Reckmann rechnete vor, für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt werde die Gebührensteigerung 5,9 Prozent betragen. „So bitter die Erhöhung ist“, fügte sie hinzu, „wir halten an unserer am Kunden orientierten ressourcenschonenden Abfallpolitik fest.“

 Heiko Tadge (CDU) konstatierte: „Uns bleibt gar nichts anderes als diese Erhöhung übrig, denn die AWS muss ja kostendeckend arbeiten.“ Die kalkulierten Kostensteigerungen betragen laut Tadge 1,2 Millionen Euro jährlich „und die müssen aufgefangen werden“. Dass die neuen Gebühren für einen dreijährigen Zeitraum festgelegt werden, schaffe für die Bürger „Sicherheit und Konstanz“. Henning Dormann (WGS) sagte, die AWS habe „nachvollziehbar dargestellt, wieso die Anpassung unvermeidbar ist“. ssr

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