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Musik als Bindeglied zwischen Unterschieden

Projekt für mehr Toleranz Musik als Bindeglied zwischen Unterschieden

Neun Menschen – ein Projekt: Die Gruppe „Musica Del Paradiso“ hat sich zum Ziel gesetzt, Begegnungsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen Kulturen zu schaffen. In Anlehnung an die Musik im mittelalterlichen Spanien, als Christen, Juden und Muslime friedlich zusammenlebten, sehen sich die Musiker auch als eine interreligiöse Gemeinschaft.

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Mit mittelalterlichen Instrumenten und Melodien möchten die Gruppe „Musica Del Paradiso“ Freiheit und Toleranz vermitteln.

Quelle: fwi

Landkreis. Sie stammen aus der Türkei, aus Israel, aus dem Iran, Italien und Deutschland, haben unterschiedliche Muttersprachen, Lebensgeschichten und unterschiedliche Religionen und doch verbindet sie etwas: die Musik. Die Unterschiede sind es, die den besonderen Charakter von „Musica Del Paradiso“ ausmachen. Eine Botschaft, die die Musiker nun auch Schülern vermitteln möchten.

 Wie wichtig Toleranz in der Schule sein kann, wo unterschiedliche Nationalitäten und Religionen aufeinanderprallen, weiß Susanne Buhr, Religionslehrerin an der Grundschule Am Stadtturm, aus eigener Erfahrung. Aufgrund der Weihnachtsgeschichte, die in der Adventszeit in der Schule erzählt wird, sei ein türkischstämmiges Kind in einem Fall sogar vom Religionsunterricht abgemeldet worden. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es durch so ein Projekt gelingen kann, Ängste und Vorurteile abzubauen“, betont Buhr.

 Mittelalterliche und orientalische Klänge sind für die Gruppe bestehend aus Cansu Akbay (Gesang), Tania Alon (Gesang, Gitarre), Sinem Koldere (Kemance), Mete Koldere (Kanun), Valentina Bellanova (Ney und andere Flöten), Alon Sariel (Laute), Kaveh Madadi (Percussion), Magdalena Koller (Gesang) und Angela Werner (Rezitation) ein Bindeglied zwischen den Religionen und Kulturen unterschiedlicher Länder.

 „Mit Mitteln der Musik ist es besonders einfach, Verbindungen herzustellen, und es hat eine berührende Wirkung auf die Musiker und die Zuhörer“, sagt Koller, die in Rinteln lebt. Zudem möchten die Mitglieder der Musikgruppe auch Vorbilder sein, wie Sariel erklärt: „So sehen die Kinder Menschen aus dem Irak, Italien und der Türkei, die Deutsch sprechen und zusammen Musik machen.“ Die muslimischen, jüdischen und christlichen Lieder handeln vor allem von Liebe. Es seien weniger religiöse als viel mehr fröhliche Melodien. „Was wir hier machen, hat ganz aktuelle Bedeutung“, unterstreicht Sariel die Intention des Projektes.

 Zurzeit sucht die Gruppe den Kontakt zu Schulen im Landkreis. Um das Vorhaben umzusetzen, sind die Künstler allerdings auf finanzielle Hilfe angewiesen. Wer Fragen hat oder das Projekt unterstützten möchte kann sich unter Telefon (05751) 917562 und per E-Mail an magdalena.koller@posteo.de an Koller wenden. tbh

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