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Aus dem Landkreis Mut zur eigenen Meinung
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Mut zur eigenen Meinung
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15:57 03.02.2015
Seit etwa 100 Tagen besetzt Winfried Lange den Stuhel des Vorsitzenden des SoVD-Kreisverbandes. Quelle: bes
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Dazu gehört nicht nur, dass er den Schaumburger Sozialverband und dessen ehrenamtliche Führung verjüngen will. Lange plant auch, „dass das Verbandsleben für Mitglieder und auch Nichtmitglieder erfahrbarer“ wird. Zudem will er seine Amtszeit dazu nutzen, dass der SoVD-Kreisverband ein deutliches Profil bei diversen gesellschaftspolitischen Fragestellungen bekommt.

 „Die Diskussionen sollen sich um solche Themen wie Chancengleichheit drehen.“ Dabei soll es jedoch nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. „Wir müssen auch den Mut haben, die Politiker beim Wort zu nehmen“, betont Lange und verweist zugleich auf die Überparteilichkeit des Verbandes. Schließlich werden in Zeiten des Wahlkampfes seitens der Politik viele Versprechen abgegeben.

 Für den neu gewählten Schaumburger SoVD-Chef hat auch die Zivilcourage große Bedeutung. „Wir haben die Flüchtlingspolitik in den Fokus genommen. Wir wollen Netzwerkarbeit betreiben“, führt der Mardorfer aus. Dabei gehe es darum, das bestehende Netzwerk zu unterstützen, Kontakte auszubauen und neue Verbindungen zu knüpfen. Die Zivilcourage soll sich jedoch nicht allein auf die Flüchtlingspolitik konzentrieren, es gehe vielmehr um eine weite Auslegung dieses Begriffs.

 SoVD-Chef Lange will darüber hinaus auch das Bewusstsein der Bevölkerung und der Mitglieder für den SoVD erweitern. „Auch Schule und Bildung sind Themen, mit denen ich mich auseinandersetzen will“, verspricht der Ehrenamtliche. Schließlich gebe es auch zahlreiche sozial benachteiligte junge Familien, die Unterstützung benötigen.

 Als mögliche Plattformen für diese Themen nennt Lange Podiumsdiskussionen und Expertengespräche sowie andere Formen des Austauschs. Wichtig ist ihm jedoch dabei, dass bei den Debatten der regionale Aspekt im Mittelpunkt steht. „Das Thema Globalisierung kann ganz praktisch verdeutlicht werden: Der Kostendruck und die Niedrigzinsphase führen vielerorts zur Schließung von Bankfilialen“, so Lange. Die Konsequenz sei, dass viele Ältere in den Dörfern sich letzten Endes nicht mehr problemlos selbst versorgen können, nennt er als Beispiel.

 Wenn es gelinge, diese unterschiedlichen Programmpunkte anzuschieben und voranzutreiben, sieht der Mardorfer eine große Erfolgschance, dass die Verjüngung des Schaumburger Sozialverbandes und die Anwerbung neuer Mitglieder gelingen. „Die Mitglieder müssen schließlich wissen, warum sie im SoVD sind.“

 Bei aller Aufbruchstimmung und neuen Themen will Lange auch weiterhin auf die „Spezialistenrolle der hauptamtlichen Mitarbeiter des Sozialverbandes bei Fragen rund um die Sozialgesetzbücher“ setzen. Schließlich sei dies eine der Kernkompetenzen des Verbandes. bes

 

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