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Nach Vergewaltigung: Erste Hinweise

Stadt Rinteln unter Zugzwang Nach Vergewaltigung: Erste Hinweise

Viel ist gestern nicht mehr übrig von der ausgelassenen Party des Wochenendes. Jetzt will die Stadt das Lager bis Freitag 9 Uhr räumen lassen. Beim Besuch vor Ort betonen die verbliebenen Teilnehmer, dass es zwischen ihrer Party und den Geschehnissen am Kiesteich keinen Zusammenhang gebe. Die Polizei geht derweil ersten Hinweisen nach.

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Landkreis/Rinteln (wm, jak).  „Rinteln tut einfach zu wenig für junge Leute“, sagt ein weiterer Teilnehmer und beklagt die wenigen Möglichkeiten, in Rinteln ohne Konsumzwang feiern zu können. Und außerdem campe in dem Lager auch niemand. Alle würden in Rinteln und Umgebung wohnen und nur zum Feiern und Abhängen auf den Platz kommen. „Und natürlich werden wir den Ort sauber zurücklassen“, betont ein Dritter.
Doch nach der Vergewaltigung steht die Stadt nun unter Zugzwang. Einen direkten Zusammenhang wollte Erster Stadtrat Jörg Schröder zwar nicht herstellen, doch nach dem Vorfall lässt sich das zum Stadtgespräch gewordene Lager nun nicht mehr schweigend tolerieren.
In den frühen Morgenstunden am vergangenen Sonntag ist eine 15-jährige Schülerin aus Rinteln an den Kiesteichen bei Exten von einem bisher unbekannten Jugendlichen vergewaltigt worden, was die gynäkologische Untersuchung bestätigt hat.
Das Ordnungsamt der Stadt Rinteln nahm gestern die Straftat zum Anlass, gegen das Zeltlager an der Brücke der Umgehungsstraße vorzugehen. Wie Schröder erläuterte, habe die juristische Bewertung allerdings weder etwas mit der Vergewaltigung noch der Party zu tun. Zelten in freier Landschaft sei in Niedersachsen grundsätzlich untersagt.
Derweil sind erste Hinweise von Gästen der Party inzwischen bei der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg eingegangen, teilte Pressesprecherin Gabriela Mielke mit. Diese Aussagen werden jetzt ausgewertet.
Die Polizei sucht vor allem nach dem Pärchen, das die Schülerin und den mutmaßlichen Täter angeblich im Gras hat liegen sehen. Das Paar soll die beiden sogar angesprochen und gefragt haben: „Ist alles in Ordnung bei euch?“ Geantwortet haben soll der Jugendliche: „Alles in Ordnung.“ Das Mädchen habe sich nicht gerührt.
Mielke bestätigte, die 15-Jährige sei noch in den frühen Morgenstunden gynäkologisch untersucht worden. Nach dem Befund gehe man von Vergewaltigung und sexueller Nötigung aus. „Wir wissen nicht, ob der Täter Gast der Party war – gehen aber davon aus“, sagt sie.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: 16 bis 17 Jahre alt, 165 Zentimeter groß, südländischer Typ mit leicht gebräunter Hautfarbe, normaler Statur, schwarzen, längeren und leicht gelockten Haaren.

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