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Gleichstellungsbeauftragte in Schaumburg Nachfolgerin gesucht

Nach 22 Jahren soll Schluss sein. 2017 gibt Undine Rosenwald-Metz ihren Posten als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schaumburg auf. Bereits seit 2006 hat sie das Amt nur noch mit einer halben Stelle ausgefüllt, damals übernahm sie zusätzlich die Aufgabe als Direktorin der Volkshochschule. 

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LANDKREIS. Auf eigenen Wunsch will sie sich nun voll dieser Herausforderung stellen. „Nach zehn Jahren Doppelbelastung habe ich den Antrag gestellt, komplett für die VHS da sein zu dürfen“, erklärt Rosenwald-Metz. In seiner letzten Sitzung Anfang Dezember hat der Kreistag im nicht-öffentlichen Teil die Ausschreibung der Stelle beschlossen. „Zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ wird eine Nachfolgerin gesucht. „Die Stelle soll in Zukunft wieder voll von einer Person wahrgenommen werden“, erklärt der Erste Kreisrat Klaus Heimann. Bisher wurde Rosenwald-Metz von verschiedenen Stellvertretern unterstützt, zuletzt von Colette-Christin Thiemann.

1994 hatte Rosenwald-Metz die Aufgaben der Frauenbeauftragen (wie die Stelle damals noch hieß) übernommen. Als sich 2006 VHS-Leiter Horst Quante in den sogenannten passiven Teil der Altersteilzeit verabschiedete, hat sich die studierte Soziologin in einem internen Ausschreibungsverfahren gegen zwei Bewerber durchgesetzt und die Stelle erhalten. Die Einrichtung sei damals in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation gewesen, so Heimann und die Reduzierung der Stunden für den Direktor auch eine wirtschaftliche Überlegung gewesen, um die Kosten runterzufahren. „Eine herausfordernde Aufgabe, die mich sehr in Anspruch genommen hat“, resümiert die 60-Jährige.

Mittlerweile sei jedoch viel passiert, so Heimann, und die VHS „gut aufgestellt“. Wie berichtet, konnte das Defizit für das Wirtschaftsjahr 2015 um 120000 Euro gesenkt werden. Dennoch steht immer noch ein Fehlbetrag von 450000 Euro in den Büchern.

Lange über Zukunft nachgedacht

„Aber es geht nicht nur um die Konsolidierung“, erklärt Rosenwald-Metz. Durch die im Landkreis lebenden Flüchtlinge hätten die Aufgaben zugenommen. „Wir sind jetzt die Einrichtung, die stark gefordert ist, wenn es um Sprachkurse und Integration geht.“ Plötzlich gebe es 40 Kurse mehr, die sich nur damit beschäftigten. Vor einem Jahr sei bereits die Grenze des Machbaren erreicht gewesen, „jetzt ist nichts mehr zu schieben“. Sie werde ihren eigenen Ansprüchen gegenüber der Stelle als Gleichstellungsbeauftragte einfach nicht mehr gerecht, die Vernetzung innerhalb und außerhalb der Verwaltung sei entscheidend für diesen Posten, „dafür muss man aber immer vor Ort sein“.

Sie habe lange darüber nachgedacht, welchen Weg sie einschlagen soll, aber nach mehr als einem Vierteljahrhundert als Frauen- beziehungsweise Gleichstellungsbeauftragte, habe sie für sich den Anspruch, noch mehr dazuzulernen.

Mit ihrer Abberufung durch den Kreistag rechnet die 60-Jährige – gemäß des Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetzes – in der Sitzung im März oder Juni.

Die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Thiemann werde laut Heimann „dann andere Aufgaben übernehmen“. Sie selbst sagt im SN-Gespräch, dass sie den Posten gerne weitergemacht hätte, den Arbeitsgruppen, in denen sie aufgrund ihrer Funktion vertreten sei, werde sie auf jeden Fall erhalten bleiben, um die Kontinuität zu wahren. Und: „Ich werde mich auf die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten auch noch bewerben“, kündigt sie an.  col

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