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Nachwuchsarbeit zeigt Wirkung

Mehr Feuerwehrleute Nachwuchsarbeit zeigt Wirkung

Der landesweite Anstieg von Feuerwehrkameraden lässt sich auch in Schaumburg verzeichnen. 26 aktive Kameraden waren es 2016 mehr als im Vorjahr. Für den Kreisfeuerwehr-Chef Klaus-Peter Grote ist dies in Anbetracht des demografischen Wandels ein positives Signal.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Landkreis. Aber ausruhen dürfte man sich auf den guten Zahlen nicht. Aktuell gibt es im Landkreis mehr als 105 Freiwillige Feuerwehren, in denen sich 3423 Aktive engagieren. Während der Anstieg in Niedersachsen jedoch vor allem auf den wachsenden Frauenanteil zurückzuführen ist – 625 der 646 neuen Mitglieder waren Frauen–, ist der Anteil der weiblichen Mitglieder leicht zurückgegangen und liegt nun bei 520 (-11) Kameradinnen. „Hier spielen Faktoren wie Kindererziehung eine nicht unwesentliche Rolle. Ich hoffe, dass der Anteil der weiblichen Mitglieder aufgrund der Übernahme aus den Jugendfeuerwehren steigen wird“, so Grote. Der Landesfeuerwehrverband hatte mit einer Kampagne gezielt um Frauen geworben: Ein Slogan lautete „Heute ist Frauentag. Wir retten aber auch Männer.“

Im Nachwuchsbereich sei der Landkreis mit 89 Jugendfeuerwehren und 65 Kinderfeuerwehren „sehr gut aufgestellt“. Laut Grote besteht damit „ein fast flächendeckender Bestand“. Von 2015 auf 2016 habe die Wehr in diesem Bereich eine Steigerung von vier Prozent verzeichnen können.

Mehr Förderung der Kinderfeuerwehren

Dies sei wichtig, weil Kinderfeuerwehren eine herausragende Bedeutung bei der Gewinnung von Mitgliedern spiele und deswegen weiter gefördert und gestärkt werden müsse. „Gerade in diesem Bereich geht es um Spiel, Spaß und das Heranführen an die Jugendfeuerwehr.“ Das Angebot dort gehe über Wettbewerbe, Zeltlager und das Wirken in einer Gemeinschaft. „Der Förderverein der Kreis-Jugendfeuerwehr unterstützt diesen Bereich enorm.“

Wenig erfolgreich Laufe im Kreis bisher jedoch die Gewinnung von Migranten. In Niedersachsen soll im laufenden Jahr das Augenmerk verstärkt auf diese Menschen gerichtet werden. „Das ist ein schwieriges Thema“, gibt Grote zu. Gerade Menschen mit Fluchterfahrung würden häufig von den Uniformen abgeschreckt. „Wir hoffen, über die Kitas und Schulen, wo unsere Brandschutzerzieher vor Ort sind, an neue Mitglieder zu kommen.“ Der Kreisbrandmeister betont aber: „Dabei geht es mir nicht darum, die Abteilungen vollzukriegen, sondern um die Integration.“

Bei der Fortbildung hinten an

Nachholbedarf sieht der Kreisfeuerwehr-Chef auch bei der Fortbildung der Kameraden, die an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) durchgeführt wird. Denn wie Grote erklärt, sei die Zuteilungsquote in den vergangenen Jahren in diesem Bereich sehr schlecht gewesen. „2015 und 2016 hatten wir eine Zuteilung von rund 50 Prozent, das hatte zur Folge, dass nur jeder zweite angeforderte Lehrgangsplatz besetzt werden konnte.“ Für dieses Jahr geht Grote von einer Zuteilung zwischen 65 und 70 Prozent aus. Gerade im Bereich der Verbesserung von Lehrkräften seien erhebliche Bemühungen und letztendlich Einstellungen vorgenommen worden. Es wäre wünschenswert, wenn wir eine 90- bis 100-prozentige Abdeckung bekommen würden. „Hier bedarf es eines weiteren zügigen Ausbaus des Trainingszentrums, um zusätzliche Räumlichkeiten und ein entsprechendes Übungsgelände zu bekommen.“ Zu diesen positiven Entwicklungen habe der Landesfeuerwehrverband als Interessenvertretung der Feuerwehren und Spitzenverband erheblich beigetragen. col

Feuerwehrbedarfsplan

Der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen fordert eine verpflichtende Feuerwehrbedarfsplanung im Neuen Brandschutzgesetz, denn bisher ist es eine Kann-Vorschrift. Da die Feuerwehren in Städten und Gemeinden eine kommunale Einrichtung sind, entscheidet diese aktuell eigenständig, ob eine Bedarfsplanung gemacht wird. „Ich halte die Feuerwehrbedarfsplanung für sinnvoll und effektiv, der tatsächliche Bestand der Kameraden, die Gefahrenschwerpunkte werden ermittelt und festgelegt“, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote.  col

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