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Immobilien: Nähe zu Hannover besonders gefragt

Es wird kräftig gebaut Immobilien: Nähe zu Hannover besonders gefragt

 Wohnen im Landkreis bleibt sehr attraktiv. Gefragt sind vor allem diejenigen Orte, die sich nahe der Region Hannover befinden, aber auch die größeren Städte. Ein baldiges Ende des aktuellen Immobilienbooms halten die Experten für unwahrscheinlich.

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Landkreis. „Die Nachfrage ist unverändert recht hoch“, meint Achim Lüders, Verantwortlicher für den Immobilienbereich bei der Sparkasse Schaumburg, „sehr stark ausgeprägt ist sie insbesondere in den Orten, die sich in der Nähe der benachbarten Region Hannover befinden, also zum Beispiel in Bad Nenndorf, Rodenberg, Lauenau.“Doch auch die Kreisstadt sowie die Städte Bückeburg und Rinteln profitieren von der aktuellen Lage. Niedrige Darlehenszinsen bringen viele Bürger dazu, sich Immobilien zuzulegen. Der Fachmann: „Wir haben derzeit stabile Grundstücks- sowie ansteigende Immobilienpreise. Ich erwarte, dass diese Entwicklung sich fortsetzt. Eine Immobilienblase sehe ich im Augenblick nicht.“

Keine Trends absehbar

Aus dem Kaufverhalten der Kunden bestimmte Trends abzuleiten, gestaltet sich derweil schwierig. Lüders betont dazu: „Grundsätzlich gibt es die gewisse Tendenz, dass vor allem ältere Menschen vom Land in die Städte ziehen. Doch ereignet sich auch der gegenseitige Weg, dass sie Häuser im Grünen kaufen, diese herrichten.“ Pauschale Aussagen will Lüders allerdings nicht so treffen: „Das läuft nahezu immer einzelfallabhängig. Die Anliegen, mit welchen wir zu tun haben, gehen in alle Richtungen.“ Carsten Winkelhake, Immobilienmakler mit Sitz in Stadthagen, weiß ebenfalls von der klaren Tendenz, in eine der im Gebiet des Kreises gelegenen Städte zu ziehen, zu berichten: „Stadthagen, Bückeburg, Bad Nenndorf und Rinteln sind als Wohnorte sehr gefragt. Allgemein betrachtet, sind die Mietpreise deutlich angestiegen.“ Die Spanne gestaltet sich relativ deutlich und reicht bei den Mietmobilien von fünf Euro in weniger verkehrsgünstig gelegenen Ortschaften bis zu über sechs Euro pro Quadratmeter. Doch es geht in einzelnen Fällen sogar noch etwas kostspieliger, wie Winkelhake erklärt: „In Bad Nenndorf werden teilweise Spitzenwerte von mehr als sieben Euro für einen Quadratmeter erzielt. Andererseits gibt es aber auch Bereiche, wo sich die Situation doch schwierig gestaltet. Dazu gehören etwa Pollhagen oder Auetal.“Die Ursachen dafür, dass jene Orte nicht so stark gefragt sind, sind hierbei verschieden.

Verkehrsanbindung spielt wichtige Rolle

Winkelhake, seit 28 Jahren als Leiter des Immobilienbüros in der Obernstraße tätig, fügt an: „Die Verkehrsanbindung, die an dem jeweiligen Ort besteht, spielt eine große Rolle. Außerdem ist es wichtig, dass es genug Möglichkeiten gibt, in unmittelbarer Umgebung einzukaufen. Und mancherorts fehlt es an den nötigen Strukturen.“Unter diesen Beweggründen zieht es besonders ältere Menschen in die Städte des Kreises, unter ihnen sind viele, die ihr auf dem Land befindliches Haus aufgeben und sich stattdessen eine Wohnung vor Ort nehmen, um Erfordernisse des Alltags besser bewältigen zu können. Die Preisunterschiede sind aber nicht nur vor dem Hintergrund des Stadt-Land-Gegensatzes vorhanden, sondern auch innerhalb der Städte existent. Winkelhake erläutert Differenzen und Ursachen: „Es gibt Städte, in denen herrschen Preisunterschiede bis zu 50 Prozent. Wir haben in unserer Branche eine Regel bezüglich des Werts einer Immobilie mit dem entscheidenden Kriterium Lage, Lage, Lage.“ Weitere Faktoren tragen dazu bei, dass der Kreis Schaumburg bei Menschen sämtlicher Altersgruppen sehr gefragt ist. Mike Harste, Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank in Schaumburg, führt diese an: „Das Wohnen in dem Schaumburger Land ist unter anderem deswegen so attraktiv, weil es in der Region relativ wenig Industrie und Gewerbe gibt. Zudem befindet sich mit Langenhagen ein großer Flughafen in unmittelbarer Umgebung.“Für die im östlichen Kreisgebiet gelegenen Städte und Gemeinden stellt Hannover das Oberzentrum dar. Im Westen orientieren sich die Menschen stärker in Richtung Ostwestfalen, Oberzentrum ist Bielefeld. Gefragt sind vor allem die größeren Städte: Stadthagen, Bückeburg sowie Rinteln. Harste schränkt jedoch ein wenig ein: „Rinteln ist als Wohnort zwar attraktiv, hat aber mit der Problematik der schwierigen Verkehrsanbindung zu kämpfen.“ Der Zugang zu dem öffentlichen Personennahverkehr besitzt für viele Menschen große Bedeutung. Der Standortnachteil lässt sich indes wenigstens teilweise wettmachen. Harste: „Obernkirchen war einige Zeit lang nicht so gefragt, profitiert nun aber von dem Klinikum.“  Ano

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