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Neue Runde im Streit um „Fehler und Behauptungen“

Wiedensahl / Wiedensahl-Flyer Neue Runde im Streit um „Fehler und Behauptungen“

In der Auseinandersetzung um die Wiedensahler Ortsgeschichte (wir berichteten) hat sich jetzt Adolf Ronnenberg wieder zu Wort gemeldet. Sein neuerlicher, öffentlicher Vorstoß scheint allerdings bei den Verantwortlichen vor Ort nur wenig Widerhall zu finden.

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Wiedensahl (jpw). Der seit langen Jahren in Hannover lebende Wiedensahler, der sich mit der Geschichte seines Heimatortes beschäftigt, fordert in einem Schreiben an die „Schaumburger Land Tourismus Marketing“, die Verbreitung des neu aufgelegten Flyers „Dorfspaziergang mit Wilhelm Busch“ wegen „einiger Fehler und Behauptungen, die nicht als solche erkennbar seien“, sofort zu stoppen. „Die restlichen Exemplare sind nach der Überprüfung zu vernichten.“

Er sei gespannt, so fügt Ronnenberg in einer Mail an diese Zeitung hinzu, „welche Schlüsse Herausgeber und Förderer“ zögen und ob es „endlich zu einer fachlich fundierten Diskussion meiner Forschungsergebnisse“ komme.

Olaf Boegner, Geschäftsführer des Herausgebers, des „Schaumburger Land Tourismus Marketing“, verwies auf Anfrage an die Akteure vor Ort: „Wir sind nur Dienstleister.“

Friedhelm Sölter, im Vorstand des Förderkreises Wilhelm-Busch-Geburtshaus, und dort für die Öffentlichkeit zuständig, reagiert gelassen auf die Vorwürfe. Es sei Text aus einem vier bis fünf Jahre alten Flyer übernommen worden. „Wenn es ihm daran so gelegen wäre, hätte er sich auch früher melden können“, sagt Sölter. Den neuerlichen Vorstoß Ronnenbergs zur jetzigen Zeit hält er für einen „Nebenschauplatz“.

Ihm gehe es vielmehr darum, seine Thesen zur Ortsgeschichte wieder Gehör zu verschaffen. Sölter erinnerte daran, dass Ronnenberg „eine Attacke geritten“ und selbst im Internet-Portal Wikipedia den Abschnitt zur Geschichte Wiedensahls im Sinne seiner Thesen verändert habe, um dann die Gemeinde eben darauf hinzuweisen.

Der ebenfalls angegriffene Vorsitzende des Heimatbundes, Adolf Peeck, geht in seiner Stellungnahme auf die von Ronnenberg geforderte „fachliche Diskussion“ ein.

Diese habe am 28. März 2010 nach der Eröffnung des Museums im „Alten Pfarrhaus“ bereits gegeben. Dort seien von Ronnenberg sieben Thesen des Pastors Hahn als falsch dargestellt worden. Peeck ist der Auffassung, dass einige Thesen Ronnenbergs bereits an dem Abend widerlegt seien: „Die Behauptung, der Name Wiedensahl komme von ‚Weidentümpel’, klingt wie eine Beleidigung“, schreibt der Heimatbund-Vorsitzende.

In einer „außerordentlichen Mitgliederversammlung des Heimatbundes, sei sowohl von Vertretern des Gemeinderates auch der Heimatbund entschieden worden, dass „keine weiteren öffentlichen Diskussionen über die Thesen von Hahn und Ronnenberg stattfinden“. Die Wiedensahler seien sich „trotz einer abweichenden Meinung einig über die Geschichte."

Als Vorsitzender freue er, Peeck, sich über das „rege Interesse“ und stehe für weitere Gespräche zur Verfügung.

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