Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Neuer Besitzer, neue Philosophie

Obernkirchener Sandsteinbrüche Neuer Besitzer, neue Philosophie

Die Wesling-Gruppe mit Hauptsitz in Rehburg-Loccum hat die Obernkirchener Sandsteinbrüche übernommen. Gestern morgen vor Schichtbeginn informierten Wesling-Vertreter und Insolvenzverwalter die Mitarbeiter des von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Unternehmens. Die Arbeitsplätze bleiben demnach zu 100 Prozent erhalten.

Voriger Artikel
Zahl der Privat-Insolvenzen rückläufig
Nächster Artikel
Platt-Varianten zum Durchblättern

Die Obernkirchener Sandsteinbrüche haben einen neuen Besitzer.

Quelle: rg

Obernkirchen/Landkreis. Geschäftsführer der neu gegründeten Obernkirchener Sandstein GmbH & Co. KG ist Horst Heumann, der bei Wesling zum Beispiel auch an der Spitze der Wesling Mineralstoffe steht. Unternehmen der Gruppe gibt es außerdem in den Bereichen Beton, Handel und Logistik, Quarzsand, Mineralstoffe. Beteiligt ist Wesling unter anderem auch am Dino-Park Münchehagen.

Die Insolvenzverwalter Katja Kuhlmann und Sascha Bibiha haben nach eigenen Angaben rund 200 potenzielle Käufer im In- und Ausland angeschrieben. Übrig blieb schließlich Wesling – zum einen wegen der Bereitschaft, den Preis zu zahlen, über den die Beteiligten Stillschweigen vereinbart haben, zum anderen wegen der Zusage, die 34 Arbeitsplätze in der Bergstadt zu erhalten.

Das war auch die Hauptsorge von Landrat Jörg Farr und Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer gewesen. Selbstredend hat es auch solche Interessenten gegeben, die den Steinbruch haben wollten, nicht aber die Jobs, die daran hängen.

„Wir sind sehr froh über diese Lösung“, sagte Farr gestern, „dass nicht nur der Abbau, sondern auch die Weiterverarbeitung vor Ort weitergeführt werden und die Arbeitsplätze damit erhalten bleiben."

Großteile des Geländes gehören dem Landkreis. Farr hatte zuvor mit Wesling und den Insolvenzverwaltern über die Pachtbedingungen verhandelt.

„Jeder kennt jemanden, der bei den Sandsteinbrüchen arbeitet“, erklärte Bürgermeister Schäfer für Obernkirchen. Die Geschichte der Bergstadt sei mit der der Sandsteinbrüche verknüpft wie mit keinem anderen Unternehmen. Er freue sich, „den Ansprechpartner nun weiterhin in der Nähe“ zu haben.

Ferdinand Wesling, der das Familienunternehmen in vierter Generation führt, hat sich nach eigenen Angaben bereits vor rund drei Jahren mit den Obernkirchener Sandsteinbrüchen „beschäftigt“. Gespräche habe es auch mit Geschäftsführer Klaus Köster gegeben. Der zum Gesprächszeitpunkt fast Siebzigjährige hätte sich schließlich früher oder später mit dem Thema Nachfolge auseinandersetzen müssen.

Wesling ist fest davon überzeugt, die Sandsteinbrüche zukunftsfit machen zu können, vielleicht sogar zu wachsen und irgendwann weitere Jobs zu schaffen. Köster habe sich stets auf Themen wie Fassadenbau und Restaurierung konzentriert. Wesling respektiere das: „Das war sein Leben, das war seine Philosophie.“

Allerdings, deutet der Rehburger Unternehmer an, blieb durch diese Philosophie auch einiges an Umsatzmöglichkeiten liegen. Schließlich lasse sich der in Obernkirchen gewonnene Rohstoff auch im Straßen- oder im Garten- und Landschaftsbau verwenden. Bereiche, in denen Wesling zum einen selbst unterwegs ist, und in die er zum anderen Kontakte unterhält.
Mit dem Frühjahr steht die Bauzeit vor der Tür. Die Botschaft des neuen Sandstein-Geschäftsführers Heumann für die Kunden lautet: „Wir sind da.“ jcp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg