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Neues Pflegegesetz begünstigt Vorhaben der Kreiswohnbau

Wohnprojekt in Stadthagen Neues Pflegegesetz begünstigt Vorhaben der Kreiswohnbau

Über die geplante Errichtung von Seniorenwohnungen direkt am Kreisaltenzentrum in Stadthagen hat sich der Kreisseniorenrat vor Ort informiert. Anette Ebeling, die Geschäftsführerin des Kreisaltenzentrums, betonte dabei, dass die Novellierung des Pflegeleistungsgesetzes einen wichtigen Hintergrund für das Projekt darstelle.

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Auf dem Parkplatz vor dem Kreisaltenzentrum soll das neue Wohnprojekt entstehen.

Quelle: RG

Landkreis/Stadthagen. Die neue Gesetzgebung stehe unter dem grundlegenden Motto „Ambulant vor stationär“, berichtete Ebeling. Ambulante Pflegeleistungen würden in Zukunft deutlich besser erstattet als bisher. Diese würden nicht mehr nur als Ergänzung zur familiären Versorgung gesehen. So werde beispielsweise auch die Tagespflege erstattet. Gerade für leicht Pflegebedürftige „stellen sich die Leistungen ambulant künftig deutlich besser dar als stationär“, hob Ebeling hervor.

 Vor diesem Hintergrund will die Kreiswohnungsbaugesellschaft wie berichtet auf dem heutigen Parkplatz des Kreisaltenzentrums in einem ersten Schritt 17 Seniorenwohnungen errichten. Nach Darstellung von Ebeling handelt es sich um Ein- bis Zweizimmer-Wohnungen in einer Größe von 44 bis 79 Quadratmeter. Die Wohnungen sind demnach barrierefrei und seniorengerecht konzipiert. Zwei davon sollen sogar komplett behindertengerecht ausgestattet werden. Es handele sich ausschließlich um Mietwohnungen, die im Besitz der Kreiswohnungsbaugesellschaft verbleiben sollen. Der Baubeginn sei für Ende des Jahres geplant, berichtete die Geschäftsführerin. Zusätzlich gebe es „Vorüberlegungen“, auf dem Gelände auch acht Senioren-Bungalows zu errichten.

 Durch die unmittelbare räumliche Nähe könne das Kreisaltenzentrum den künftigen Nutzern der Wohnungen sehr komfortabel die ganze Palette von ambulanten Pflegeleistungen anbieten, sagte Ebeling. Speziell vor dem Hintergrund der genannten Ausrichtung des novellierten Pflegeleistungsgesetzes sei das sehr attraktiv. Das Kreisaltenzentrum wolle einen ambulanten Pflegedienst aufbauen, kündigte Ebeling an. Mittelfristig sei auch die Einrichtung einer Tagespflege geplant.

 Das Modell biete die Gelegenheit, so Ebeling, „komplett eigenständig zu leben und die vielen Hilfsleistungen vor Ort im Hintergrund zu haben“. Karl-Heinz Hansing, der Vorsitzende des Kreisseniorenrates, zeigte sich angetan: „Es ist ein wahnsinniger Vorteil, eigenständig wohnen zu können und die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen direkt nebenan zu haben.“ ssr

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