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Nicht alles im grünen Bereich

Verbesserungspotenzial bei Kinderbetreuung Nicht alles im grünen Bereich

Gut aufgestellt, aber noch Luft nach oben, so lässt sich das Ergebnis für den Landkreis Schaumburg bei einer niedersachsenweiten Prüfung zusammenfassen. Der Landesrechnungshof hatte die Versorgung mit Plätzen in Kindertagesstätten und auch die Planungen für die kommenden Jahre unter die Lupe genommen.

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Quelle: pr.

Landkreis. „Wir sind im Durchschnitt gelandet“, sagt dazu die zuständige Dezernentin Katharina Augath. In vielen Bereichen habe der Landkreis einen grünen Haken für seine Arbeit bekommen. Dazu gehören unter anderem das Angebot bei den Krippen, Kindergärten und kleinen Kindertagesstätten sowie die Ermittlung des momentanen Bedarfes. Auch dass die potenzielle Nachfrage jährlich fortgeschrieben werde, bewerteten die Prüfer als positiv.

Grundsätzlich sei der Bericht des Landesrechnungshofes allerdings nur bedingt aussagekräftig, sagt Augath. So sei von den Mitarbeitern des Landesrechnungshofes etwa keine Aussage über die Qualität gemacht worden, es sei lediglich gefragt worden, ob es entsprechende Planungen und Abfragen seitens des Landkreises gebe. Zudem bemängelt die Dezernentin, dass einige Ansätze des Landesrechnungshofes für den Alltag nicht praktikabel seien. Die Fragestellungen gehen in einigen Bereichen vielmehr an der Praxis vorbei. Darin sei auch der Grund zu sehen, dass der Landkreis in einigen Bereichen eben keinen grünen Haken bekommen habe.

Kein Rechtsanspruch

Als Beispiel nennt Augath die Hortbetreuung. Bei der Feststellung des Bedarfs an solchen Plätzen verweigerten die Statistiker des Landesrechnungshofes der Kreisverwaltung hingegen den Haken. Dies hängt nach Angaben der Dezernentin damit zusammen, dass einerseits kein Rechtsanspruch auf einen Hortplatz besteht. Andererseits ist der „Bedarf durch die Ausweitung des Ganztagsangebots nur schwer planbar“. Von daher sei eine entsprechende Abfrage auch nicht zielführend. Gleichwohl haben die Kommunen dieses Thema im Blick, sagt Augath und verweist auf das Beispiel der Samtgemeinde Sachsenhagen.

In ihrer Erhebung bemängeln die Mitarbeiter des Landesrechnungshofes, dass der Landkreis für sogenannte geschlossene Ortslagen keine Befragungen anstellt. Dies ist nach Einschätzung Augaths nicht praktikabel, da auch für kleine Dörfer wie Cammer und Kobbensen solche Erhebungen gemacht werden müssten. „Dies wird dann zu kleinteilig“, zumal auch die Aussagekraft der jeweiligen Ergebnisse an der Wirklichkeit vorbei gehe.

Grundsätzlich befürwortet Augath Planungen bei der Kinderbetreuung, allerdings müsse klar sein, dass Überlegungen bisweilen schnell über den Haufen geworfen werden müssen. Die Flüchtlingskrise habe dies deutlich gezeigt.

Mängel aufdecken

Der Landesrechnungshof hatte das Betreuungsangebot und die entsprechenden Planungen in 30 Landkreisen auf der Grundlage der Zahlen aus dem Jahr 2014 ermittelt. Ziel sei es, Mängel aufzudecken, um einerseits Überkapazitäten zu vermeiden. Andererseits sollen die Landkreise frühzeitig auf eine Unterversorgung aufmerksam gemacht werden, damit Klagen wegen nicht erfüllter Rechtsansprüche auf Betreuungsplätze verhindert werden können. Der Präsident des Landesrechnungshofes hatte bei allen Landkreisen noch Luft nach oben festgestellt. bes

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