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(Noch) Hoch motiviert

Gute Vorsätze (Noch) Hoch motiviert

Er hat begonnen, der Run auf die Fitnessstudios. Im Schnitt verzeichnen diese 30 Prozent mehr Anmeldungen zum Jahresanfang. Viele Studios befeuern die Euphorie auch mit speziellen Angeboten, um den Reiz zu erhöhen. Doch häufig ist bei den Neu-Sportlern nach zwei bis drei Monaten die Luft raus.

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Betreiberin Jana Petz (rechts) zeigt mit ihrer Mitarbeiterin Anita Nottebrock, wie die Power Plate funktioniert.

Quelle: rg

Landkreis. Denis Klünder vom Aktiv Gesundheitszentrum Lauenau weiß, wo die Fehler liegen: „Die Menschen wollen zu schnell zu viel. Wer sich vornimmt, jeden Tag zu trainieren, um etwa in kurzer Zeit viel Gewicht zu verlieren, kann nur scheitern.“ Der Betreiber von drei Fitnessstudios rät seinen Kunden daher, es langsam angehen zu lassen, keinen Druck aufzubauen. „Zwei Trainingseinheiten á 35 Minuten in der Woche reichen“, ist sich der Experte sicher.

Dem stimmt auch Dirk Strebost vom Studio Looms sports & wellness zu: „Man muss sich nicht wundern, wenn man sich zu viel vornimmt, und es dann nicht klappt.“ Leute, die „mit ihrem Schweinehund“ zu kämpfen hätten, sollten es mit der Motivation nicht übertreiben und langsam ins Training einsteigen. Dies versuchten er und seine Mitarbeiter bei den einführenden Beratungsgesprächen – deren Zahl aktuell wieder steige – auch zu vermitteln.

Trend hat sich gewandelt

„Wir merken, dass zu Jahresbeginn nach der Völlerei viele den Drang verspüren, sich mehr zu bewegen.“ Jetzt, in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien, ziehe die Nachfrage an. Rund 100 neue Mitglieder würde er im Januar und Februar hinzugewinnen, „aber der Trend, dass Fitnessstudios nur etwas für den Winter seien, hat sich gewandelt“: Demnach käme vor allem älteres Publikum, das sich fit halten wolle, „um den Rollator zu vermeiden“, das ganze Jahr über. Strebost weiß auch: „Schmerz ist ein guter Motivator.“ Wer also unter Rückenbeschwerden leide, müsse das ganze Jahr über trainieren, damit die Schmerzen nicht wiederkommen.

Standard ist in den Schaumburger Fitnessstudios auch eine Ernährungsberatung. Der erste Tipp von Aktiv-Betreiber Klünder: „Man soll alles essen.“ Natürlich sollte man den Genuss von Süßigkeiten (lieber Nüsse statt Gummibärchen) etwas einschränken und abends auf Kohlenhydrate verzichten. „Auch eine Flasche Wasser auf dem Schreibtisch hilft gegen einen leeren Magen.“ Gegen den Bewegungsmangel im Alltag („der uns kaputt macht“) helfe auch schon Spazierengehen („besser als nichts“). Im Durchschnitt gehe ein Deutscher heute 800 Meter, „früher waren es 20 Kilometer“. Besser sei jedoch immer eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Auch Hilfsmittel wie Fitnessuhren, die einen beispielsweise daran erinnern, sich nach zwei Stunden zu bewegen, bewertet Klünder als hilfreich: „Das motiviert.“

Effektives Training ist wichtig

Was vor allem bei vielen Frauen den (Angst-)Schweiß fließen lässt, ist der Blick in den Spiegel – wenn der Bikini zwickt und zwackt. Darauf spezialisiert ist der Ladys Club in Stadthagen, den Hanife Bulut und ihr Mann vor fünf Jahren übernommen haben. „Wir haben uns auf die Problemzonen von Frauen spezialisiert und bieten etwa Unter-Druck-Training gegen Cellulitis an.“ Und gerade bei Frauen, die wegen der Doppelbelastung von Beruf und Familie wenig Zeit haben, sei es wichtig, effektiv zu trainieren. Die könnten eben nicht jeden Tag mehrere Stunden investieren.

Für Kunden mit wenig Zeit hat Jana Pletz vor sieben Jahren Formsache eröffnet. Zweimal die Woche 20 Minuten (inklusive umziehen) müssten die Kunden hier nur investieren, um auf der sogenannten Power Plate zu trainieren. Auch Pletz merkt den „intensiveren“ Kundenzulauf im Januar, „aber wer sich für uns entscheidet, bleibt in der Regel auch dabei“. Das hänge aber auch damit zusammen, dass es nicht nur gilt, den inneren Schweinehund zu überwinden. „Da wir eine Eins-zu- eins-Betreuung anbieten, wartet eben auch immer ein Trainer, das motiviert auch“, so Pletz. Ihre jüngste Kundin sei 23, die älteste 83 Jahre alt. „Durch das Training kann sich die ältere Dame jetzt wieder freistehend ihre Hose anziehen.“ col

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