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Noch kein akutes Problem

Elektro-Mobile in Bussen sind bislang kein Thema im Landkreis Noch kein akutes Problem

Seit dem ersten Januar 2015 ist die Beförderung von Passagieren mit Elektromobilen in Bussen und Bahnen des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen nicht mehr möglich. Begründet wird dieser Beschluss mit der Rutsch- und Kippgefahr dieser Rollerarten. Dies kritisiert der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen scharf. Für den Landkreis Schaumburg gibt es indes keine klare Regelung: „Die Thematik wird aktuell auf Ebene der Landesverkehrsgesellschaft diskutiert“, sagt der Pressesprecher des Landkreises, Klaus Heimann, auf Anfrage dieser Zeitung.

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Elektro-Mobile sind im Gegenzug zu Rollstühlen eher sperrig, das macht die Fahrt in Bus und Bahn schwierig.

Quelle: dpa

Landkreis (mak). Dirk Nolte, Betriebsleiter der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG), ist sich nicht sicher, ob die Busse seines Unternehmens für den Transport dieser Mobile überhaupt geeignet sind. „Elektro-Rollstühle sind kein Problem“, sagt Nolte. Es sei allerdings auch noch nicht vorgekommen, dass ein Passant mit einem Elektro-Mobil den Service der Verkehrsgesellschaft in Anspruch nehmen wollte.
 Diese Aussage bringt Heimann zum Nachdenken: Schließlich könne die bisherige Nichtnutzung ja auch daran liegen, dass die faktischen Voraussetzungen für Passagiere mit Elektro-Mobil gar nicht gegeben sind. „Die Frage ist, ob man mit diesem Gefährt überhaupt den Bus betreten kann, schließlich sind diese Mobile viel größer als Elektro-Rollstühle.“

 Die SVG verfügt zwar mittlerweile über die Busse, die alle mit einer Rampe ausgestattet sind, aber ob diese stabil genug sind, um das Gewicht eines E-Mobils zu tragen, ist für Nolte fraglich. Benedikt Schlüthe-Hensel, Betriebsleiter bei „Rottmann & Spannuth“, fasst das Problem so zusammen: „In den Bussen gibt es keine geeigneten Stellplätze, die einen sicheren Transport gewährleisten.“ Das läge daran, dass die Leute auf einem E-Mobil höher sitzen, als in einem Rollstuhl – Bei einer stärkeren Bremsung ist eine Kipp-Stabilität nach Worten von Schlüthe-Hensel nicht gegeben. „Diese Mobile sind für den Straßenverkehr gemacht, nicht für eine Fahrt in dem Bus,“ argumentiert der Betriebsleiter.

 Trotzdem muss diesbezüglich eine Lösung her, sind sich Nolting und Schlüthe-Hensel als Vertreter zweier Verkehrsgesellschaften einig. Denn: Für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) muss bis zum 1. Januar 2022 eine völlige Barrierefreiheit erreicht werden – das gilt auch für Elektro-Mobile. „Das ist ein fest gesetztes Datum und auf dieses Ziel werden wir hinarbeiten“, betont Heimann.mak

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