Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Noch keine Inklusion, sondern Integration
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Noch keine Inklusion, sondern Integration
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:39 26.12.2012

Landkreis (jpw). Lange Jahre sei die Charta mit „Integration“ übersetzt worden, beschreibt Büthe die Situation und macht den Unterschied deutlich: „So lange wir Kinder vom Leitsymptom her stigmatisieren müssen, ist das keine Inklusion“. Bisher würde vom Defizit ausgegangen, und entsprechend müssten zum Beispiel auch Berichte über den Förderbedarf eines Kindes verfasst werden.

Bei der Inklusion müsse aber „anders herangegangen“ werden: Welchen Entwicklungsstand hat das Kind und welchen Förderbedarf braucht es? Dies ermögliche anschließend positiv „Freude darüber, dass das Kind den Entwicklungsstand aufgeholt“ habe. Mit dem bisherigen Rahmen der Integration sind nach Auffassung von Büthe die Kindergärten nicht überfordert: „Sie fühlen sich alle gut weiterentwickelt“, sagt Büthe.

Wenn in der Gesellschaft das inklusive Denken beginne, und per Gesetz Möglichkeiten geschaffen würden, alle Kinder aufzunehmen, seien die Kindergärten alle bereit dazu: „Sie haben die Erfahrung, sie können positiv in die Entwicklung gehen.“

Auf die gegenwärtige Situation bezogen, verwendet Büthe den Begriff nicht: „So lange wie ich den Auftrag habe, die Einschränkung zu beschreiben, bin ich nicht bei Inklusion.“ Integration sei der Schritt, „etwas besser machen zu wollen“, Inklusion bedeute aber, jedes Kind so zu fördern, wie es es brauche. „Und dafür muss es Ressourcen geben“.

Räume, die umgebaut würden, seien die eine Sache: „Auf der anderen Seite muss Personal  vorhanden sein“, sagt Büthe. Die Fachberaterin sieht die Kindergärten im Landkreis für die Inklusion in einer guten Startposition - sollte es die gesetzlichen Grundlagen geben: „Mit der dritten Kraft in ist eine gute Personalressource vorhanden.“ Weiterhin bildeten Therapeuten den interdisziplinären Bestandteil in der Kindertagesstätten. Dadurch lernten jede Erzieherin, Heilpädagogen und die Eltern, „das Kind in der förderlichen Sicht zu begleiten“.

Als weitere Voraussetzungen seien kleinere Gruppen und Nebenräume vorhanden. „Mit dem Elementarbereich kann ich in die Inklusion gehen, wenn die Gesellschaft dort angelangt ist.“