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Noch nicht auf Draht

In Sachen Internet ist Luft nach oben Noch nicht auf Draht

In weiten Teilen Schaumburgs ist in Sachen schnelles Internet noch Luft nach oben. Insbesondere im Auetal, in der Samtgemeinde Niedernwöhren sowie den östlichen Rintelner Ortsteilen ist der Bedarf nach einer Datenverbindung von mehr als 30 Megabyte pro Sekunden (Mbit/s) groß.

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Quelle: dpa

Von Benjamin Schrader

Landkreis. Dies hat eine Befragung der Kreisverwaltung ergeben, an der sich zwischen April und Ende November 2014 mehr als 1500 Schaumburger beteiligt hatten.

 Hintergrund ist, dass die Bundesregierung die Vorgabe gemacht hat, dass bis 2018 in Deutschland möglichst alle Haushalte mit einer solchen Datenversorgung ausgestattet sind. Der Landkreis soll sich dabei nach Aussage von Dieter Brennecke, Breitband-Beauftragter der Kreisverwaltung, um die sogenannten unterversorgten Gebiete mit weniger als 30 Mbit/s Datenvolumen kümmern.

 Gemeinsam mit einem Partner aus der Wirtschaft habe die Kreisverwaltung die Betroffenen mit schnellem Internet versorgen. Der Landkreis soll dabei die Infrastruktur aufbauen und das Netz später an das Unternehmen verpachten.

 Doch genau darin besteht nach Einschätzung Brenneckes eine Schwierigkeit. Gebiete mit einer hohen Bevölkerungsdichte und vielen Gewerbetreibenden seien bereits von Unternehmen abgedeckt worden, weil es für diese wirtschaftlich interessant sei. „Im Auetal haben wir im Gegensatz dazu weite Wege zu überbrücken“, führt der Breitband-Beauftragte aus, zumal das Partnerunternehmen das gesamte Vermarktungsrisiko tragen soll.

 In den folgenden Monaten müssen Brennecke und seine Kollegen nicht nur einen Partner aus der Wirtschaft für das Projekt suchen, es sind auch viele offene Fragen zu klären und weitere Hürden zu nehmen. „Es geht dabei etwa darum, ob wir eigens dafür eine Gesellschaft gründen oder etwa an die Stadtwerke herantreten“, nennt der Verwaltungsmitarbeiter ein Beispiel. Zudem müssten von den betreffenden Politikern auch entsprechende Beschlüsse in den unterschiedlichen Gremien getroffen werden.

 Ein weiterer offener Punkt sei, ob der Landkreis für den Ausbau der Internet-Infrastruktur Fördermittel bekommt oder Kredite aufnehmen muss. „Das ist eine wichtige Frage für die wirtschaftlichen Berechnungen“, so Brennecke. Nach Ansicht des Experten sollten die Verantwortlichen bei ihren Debatten jedoch nicht nur die Marke von 30 Megabit pro Sekunde an Datenvolumen im Blick haben. Die technische Entwicklung der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass in absehbarer Zeit draufgesattelt werden müsse, etwa in Richtung von einem Gigabyte pro Sekunde.

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