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Nur ein Betreuungsverein profitiert vom Landkreis

„Bubis“ geht immer noch leer aus Nur ein Betreuungsverein profitiert vom Landkreis

Der Betreuungsverein „Bubis“ muss noch immer um die Förderung vom Landkreis kämpfen. Dessen Verwaltung argumentiert damit, dass sich die Betreuungszahlen nach wie vor nicht so entwickelt hätten, dass die Querschnittsarbeit ausgeweitet werden müsse.

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Bärbel Wilharm und ihr Team vom Betreuungsverein Bubis sind seit einem Jahr an der Oberntorstraße 6a in Stadthagen zu finden. tbh

Quelle: tbh

Landkreis. Die erforderliche Öffentlichkeitsarbeit sowie die Gewinnung und Förderung ehrenamtlicher Betreuer werde durch den Betreuungsverein Schaumburg sichergestellt, sagt der Erste Kreisrat Klaus Heimann. Zumal die Förderung ohnehin zurückgefahren worden sei. 20500 Euro bekommt der Betreuungsverein Schaumburg derzeit pro Jahr. Der Landesfestzuschuss für beide Vereine belaufe sich auf 16000 Euro.

Heimann: "Zahlen sprechen für sich"

 Auch die Zahlen sprechen Heimann zufolge für sich: Der Betreuungsverein Schaumburg hat vergangenes Jahr 38 Betreuungsfälle gemeldet, die 2014 von ehrenamtlichen Betreuern übernommen wurden. Die Ehrenamtlichen bei „Bubis“ haben in der Zeit lediglich fünf Fälle übernommen.

 Aus Sicht von Bärbel Wilharm, Geschäftsführerin bei Bubis, ist das kein nachvollziehbarer Grund, nur einen Betreuungsverein zu unterstützen. Wie viele Fälle die Ehrenamtlichen bei „Bubis“ und beim Schaumburger Betreuungsverein bekommen, liege nämlich nicht in ihrer Hand. Zumal die Querschnittsaufgaben nicht lediglich aus der Gewinnung Ehrenamtlicher bestehe, sondern die allgemeine rechtliche Betreuung der Bevölkerung umfasse. Und schließlich sei es ihre Pflicht ehrenamtliche Mitarbeiter anzuwerben, unabhängig davon, ob sie von der Betreuungsbehörde einen Auftrag zugewiesen bekämen oder nicht. Es sei mühselig, geworbene Betreuer, die arbeiten möchten, zu vertrösten, weil sie keine Fälle zugewiesen bekommen.

Sachliche Diskussion gefordert

 Andreas Landmann, Vorsitzender bei Bubis fordert eine „sachliche Diskussion“ aller Beteiligten über den Sachstand: „Ich möchte, dass die Leistungen gewürdigt und beide Vereine gleich behandelt werden, sonst haben wir eine Zweiklassenbetreuung.“

 Die Förderung des Landkreises aufzuteilen ist nach Worten von Heimann ebenfalls keine Option, da der Schaumburger Betreuungsverein dadurch unter Umständen nicht mehr auskömmlich im Bereich der Querschnittsaufgaben arbeiten könne.

 Ein weiteres Problem, das nach Angaben von Wilharm die Existenz aller Betreuungsvereine gefährde, sei die Vergütung für Berufsbetreuer. Die Betreuungsvereine in Niedersachsen haben sich daher für eine Kampagne zusammengeschlossen. Ihre Forderung: „Die sofortige Erhöhung der Stundensätze für beruflich geführte rechtliche Betreuungen.“ Durchschnittlich werden monatlich nur drei Stunden pro Betreuungsfall mit je 44 Euro vergütet. In der Zeit sei das Arbeitspensum Wilharm zufolge jedoch nicht zu bewältigen.

Von Tina Bonfert-Horvath

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