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Obamas rechte Hand

Die Geschichte eines Wahlkampfmanagers Obamas rechte Hand

Eigentlich wollte Julius van de Laar Basketball-Profi in der US-amerikanischen Liga NBA werden. Mit einem Sport-Stipendium in die Staaten gereist, stellten mehrere Kreuzbandrisse und eine Begegnung mit Barack Obama die Pläne des gebürtigen Heidelbergers auf den Kopf.

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Gastredner Julius van de Laar bei seinem Vortrag im Gartensaal des Schlosses (unter den Zuhörern auch Hausherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe).

Quelle: rg

Landkreis/Bückeburg.  Nach einem zunächst freiwilligen Engagement bekam van de Laar eine Stelle als hauptamtlicher Helfer für Obamas Präsidentschaftswahlkampf 2008 angeboten. Vier Jahre später leitete er dessen Kampagne im wahlentscheidenden Bundesstaat Ohio. Am Donnerstagabend gewährte van de Laar bei einer Kundenveranstaltung der Volksbank in Schaumburg im Gartensaal des Bückeburger Schlosses Einblicke in die Mechanismen des US-Wahlkampfes.

 „Wenn in diesen Monaten etwas die Entwicklungen an den Börsen beeinflusst, dann ist es die bevorstehende Wahl in den USA“, ist sich Henning Sohl sicher. Dem Leiter des Private Bankings, also des Privatkundengeschäfts der Volksbank, war es gelungen, van de Laar als Redner für die Veranstaltung zu gewinnen. Aufmerksam lauschten er und die knapp über 100 geladenen Gäste dem Vortrag des 34-Jährigen, der erstaunlich viele Parallelen zwischen den Vorgängen in Politik und Finanzwelt zog.

 So verglich der Politikberater etwa das Wesen einer Präsidentschafts-Kampagne mit dem eines Start-ups und spielte damit auf die extremen Summen an, die in den USA für einen wirkungsvollen Wahlkampf durch Spenden generiert werden müssten – allein 1,2 Milliarden Euro waren es für Obamas Wahlkampf im Jahr 2012.

 Dabei habe sich zudem gezeigt, dass häufiges „Testen und Überprüfen der Herangehensweise besser funktioniert, als aufs Bauchgefühl zu vertrauen“. Im konkreten Fall hatten van de Laar und sein Team durch ständige Variation ermittelt, mit welchen E-Mail-Betreffzeilen, Internet-Startseiten und Buttons wie viele Unterstützer für die Kampagne mobilisiert werden können, um sich schließlich auf die wirksamste Option zu konzentrieren.

 Natürlich verfolgt van de Laar auch den aktuellen Wahlkampf zwischen Republikanern und Demokraten mit großem Interesse und kommt bei so manchem Vorstoß der Kandidaten ins Schmunzeln. Zwar sieht er Trump in puncto Inszenierung, gerade in den sozialen Netzwerken, klar in Front, mit einer Prognose tut sich van de Laar aber schwer. „Am Ende sind ohnehin die letzten vier Tage vor der Wahl entscheidend.“ Wenn es einer wissen muss, dann er. Von Lennart Hecht

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