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Ohne Eppmann weiter wie geplant

Landkreis Ohne Eppmann weiter wie geplant

Drei Wechsel in drei Jahren: Mit dem angekündigten Ausscheiden von Claus Eppmann aus dem Agaplesion-Konzern vollzieht sich zum 30. September der dritte Wechsel in der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg (KPG). Ein Rückblick.

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Am Tag des symbolischen ersten Spatenstichs auf der Baustelle des neuen Klinikums Schaumburg in der Vehlener Feldmark hat Claus Eppmann noch den Weg gewiesen – jetzt verlässt er seine Schlüsselposition.

Quelle: tw

Landkreis. Mitte 2012 wird Christian von der Becke aus Schaumburg versetzt, Ralph von Follenius legt zum 31. Dezember 2013 seinen Posten nieder. Jetzt Claus Eppmann.

 Der Schwerpunkt des scheidenden Geschäftsführers war die Neubaukonzeption und Planung des „Gesamtklinikums Schaumburger Land“. Stellt sich die Frage, welche Konsequenzen das für den Neubau des Gesamtklinikums hat?

 „Das Projekt ,Gesamtklinikum Schaumburger Land‘ ist von meinem Ausscheiden nicht betroffen“, erklärt Eppmann auf Anfrage der SN. Der Wechsel in der Geschäftsführung habe weder in finanzieller noch in zeitlicher Hinsicht Einfluss auf den Neubau des Gesamtklinikums und werde auch keine Verzögerung nach sich ziehen, betont er.

 Das bestätigt auch Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz. Der Kostenrahmen des Klinikum-Projektes von rund 130 Millionen Euro, davon 95 Millionen gefördert durch das Land, werde nach derzeitigem Stand nicht gesprengt. Der Landkreis Schaumburg ist mit 24 Prozent an der KPG beteiligt. Agaplesion hält 52 Prozent, die Stiftung Krankenhaus Bethel ist mit 24 Prozent Anteilseigner.

 Zu den Hintergründen wollte Eppmann weiterhin keine Auskünfte geben. Seitens des Agaplesion-Konzerns waren ebenfalls keine weiteren Details zu dem Ausscheiden des Geschäftsführers zu erfahren. Ein Konzernsprecher lässt lediglich verlauten: „Der Wechsel in der Geschäftsführung hat nichts mit der Fortentwicklung der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg zu tun.“

 Mit Eppmanns Nachfolger, Dr. med. Achim Rogge, soll nach den Worten von Müller-Krahtz inhaltlich ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. Nachdem der Bau jetzt Fahrt aufgenommen habe, wolle man sich auf die medizinische Entwicklung konzentrieren.

 Formell hat der Landkreis keinen Einfluss auf die Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft, diese wird von Agaplesion gestellt. „Gleichwohl wird das abgestimmt“, betont Müller-Krahtz. So seien auch Diana Fortmann und Bettina Geißler-Nielsen, beide langjährig in den Schaumburger Krankenhäusern tätig, auf Vorschlag des Landkreises an die Spitze der Gesellschaft gewechselt.

 Die KPG, die im Vertrag zwischen Landkreis, Agaplesion und der Bethel-Stiftung als „Managementgesellschaft“ bezeichnet wird, kümmert sich um die Planung und Umsetzung des Klinikumprojektes. Überdies leitet sie auch die bestehenden Krankenhäuser als Dienstleister des Landkreises Schaumburg. Da die Kliniken aber kommunale Eigenbetriebe sind und aus rechtlichen Gründen Werksleiter benötigen, übernimmt die KPG-Geschäftsführung auch diese Funktion, gewählt vom Kreistag. tbh, aw

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