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Ohne Leitung „hängt es in der Luft“

Landkreis Ohne Leitung „hängt es in der Luft“

Der Landkreis Schaumburg kämpft um den Erhalt seines 2006 eingerichteten eigenständigen Beratungszentrums für Emotionale und Soziale Entwicklung (SBZ). Diese Einrichtung mit Sitz in Obernkirchen kümmert sich im Sinne von Integration und Inklusion kreisweit um verhaltensauffällige Schüler an allgemeinbildenden Schulen.

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Vorläufig noch ungeklärt ist die Zukunft des Beratungszentrums für Emotionale und Soziale Entwicklung im Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule in Obernkirchen.

Quelle: rg

Landkreis (ssr). Lehrer, Eltern, aber auch Schüler mit Problemen im emotionalen und sozialen Bereich können sich an das SBZ wenden und erhalten auf freiwilliger Basis Unterstützung in Form von Beratung, vor allem durch Sozial- und Förderschulpädagogen. In Einzelfällen können das Jugendamt, die Erziehungsberatungsstelle oder weitere Stellen einbezogen werden. Seit 2010 gibt es zusätzliche Diagnose- und Fördermöglichkeiten. Dies können integrative Maßnahmen sein, die in der Klasse durchgeführt werden, aber auch Maßnahmen außerhalb der Klasse oder sogar außerhalb der Schule. Diese Maßnahmen sind zeitlich eng begrenzt und haben immer das Ziel, dass die betroffenen Schüler in der Klasse verbleiben oder rasch zurückkehren.

Dieser Ansatz, der eine grundlegende Alternative zu einer Förderschule für verhaltensauffällige Schüler darstellt, gilt über die Kreisgrenze hinweg als „vorbildlich und wunderbar innovativ“, wie Kreischuldezernentin Katharina Augath betont.

Doch nun gibt es „Brassel“, und zwar aus rein formellen Gründen. Bisher ist das SBZ an die direkt benachbarte Förderschule Schwerpunkt Lernen angegliedert. Deren Rektorin Annemarie Näfe ist auch Leiterin des SBZ. Auf Grund drastische sinkender Schülerzahlen soll die Förderschule – zusammen mit der in Rinteln – aber zum Schuljahrsbeginn 2013/14 aufgelöst werden. Die wenigen verbleibenden Schüler wechseln dann, wie berichtet, an die einzige kreisweit verbleibende Förderschule Schwerpunkt Lernen in Stadthagen.

Nach geltender Erlasslage dürfte Näfe nach Schließung der Förderschule das SBZ nicht mehr weiterbetreuen. Ohne Leitung wäre die Existenz des SBZ jedoch in Frage gestellt, „die Einrichtung hinge dann in der Luft“, so Augath. „Ich halte die Eigenständigkeit des SBZ aber für sinnvoll und notwendig“, beharrt die Dezernentin. Daher hat sie im Auftrag des Kreisausschusses an das Kultusministerium geschrieben: „Wir halten es für erforderlich, dass Frau Näfe am SBZ mit einer eigenen Leitungsfunktiion zu betrauen und entsprechende Lehrerstunden für die leitungsdaufgabe bereitzustellen.“

Mitte März habe ein Gespräch dazu im Kultusministerium stattgefunden, berichtete Kreis-Schulamtsleiter Friedrich-Wilhelm Dehne: „Das SBZ wurde auch dabei sehr gelobt, es leiste im Sinne von Inklusion hervorragende Arbeit.“ Das Ministerium habe zugesichert, sehr intensiv über eine sachgerechte Lösung nachzudenken.

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