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Optiker profitieren von "Babyboomern"

Internet noch keine Konkurrenz Optiker profitieren von "Babyboomern"

Schaumburgs Optiker sehen aktuell durch eine rosarote Brille. Grund dafür ist die Nachfrage durch die sogenannten „Babyboomer“, also der geburtenstarken Jahrgänge, die inzwischen vermehrt auf Gleitsichtgläser angewiesen sind. Zudem sei das Internet noch keine so große Konkurrenz.

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Optikermeister Ingo Zander-Koller und Birgit Hilgenfeld führen das komplexe Vermessungsgerät vor. 

Quelle: crs

LANDKREIS.   40- bis 50-Jährige stellen aktuell die stärkste Kundengruppe, da sind sich die heimischen Optiker einig. Dabei geht der Trend weg von dicken, auffälligen Gestellen hin zu dünnen, runden Formen und warmen, helleren Farben. Das reiche bis zu Nickelbrillen im Stile John Lennons. Kaum noch bestehe dagegen die Nachfrage nach bestimmten Herstellern.

 „Sonnenbrillen der Marke Ray Ban laufen nach wie vor gut. Aber Nachfragen nach Produkten bestimmter Hersteller gibt es sonst eigentlich nicht mehr“, sagt Ralf Staaks, Betreiber von Staaks Augenoptik in Lauenau. „Es gab auch eine Zeit, wo bestimmte Marken sehr stark nachgefragt wurden“, erinnert sich Timo Lindecke von der Brille in Bückeburg. Das habe sich jedoch geändert.

 Neu: Holz- und Lederrahmen

 Clipfassungen mit gelb gefärbtem Glas, die sich auf die Brille setzen lassen, gehören laut Staaks ebenso zu den Highlights wie Brillen mit Switch-It-Bügeln, welche man nach Belieben auswechseln kann. Letztere wären für Menschen mit starker Sehschwäche geeignet, da sie bestimmtes Licht ausfiltern und so das Sehen erleichtern. Staaks führt zudem Brillen mit Holz- oder Lederrahmen als Besonderheiten auf, diese seien jedoch aufgrund ihres hohen Preises eher Liebhaberstücke. Ein besonderer Einfall: Staaks bietet seinen Kunden an, für rahmenlose Brillen Gläser in Wunschform zu schleifen. „Da muss man aber natürlich mutig sein, um die zu tragen“, fügt er schmunzelnd hinzu.

 Das Internet stufen die Optiker nicht als Bedrohung ein. „Einfache Stärken kann man auch über das Internet bestellen, da wird es definitiv eine Abwanderung geben“, sagt Staaks. Jedoch säßen diese Modelle aufgrund mangelnder Einstellung meist so schlecht, dass trotzdem noch ein Optiker zwecks Anpassungen hinzugezogen werden müsse.

Professionelle Beratung unersetzlich

 Ingo Zander-Koller zufolge sei das Internet für die meisten Kunden jedoch mehr eine Informationsquelle. „Die Kunden informieren sich häufig vorher im Internet, das ist zu spüren. Trotzdem kann das eine professionelle Beratung nicht ersetzen, häufig müssen wir erst einmal gegen das vermittelte Halbwissen ankämpfen“, sagt der Optikermeister von „Hilgenfeld Hören & Sehen“ in Stadthagen.

 Für die Gleitsichtgläser, welche den Optikern zufolge den größten Teil der Einnahmen ausmachen, sei das Internet jedoch definitiv keine Alternative. Dafür braucht man spezielle Geräte, welche neben dem Augenabstand auch zahlreiche andere Werte aus vielen verschiedenen Winkeln vermessen können. „Das kann das Internet einfach nicht leisten, denn für Gleitsichtbrillen muss das Glas so geschliffen sein, dass man nicht nur nach vorn, sondern auch aus den Augenwinkeln scharf sehen kann“, erklärt Ingo Zander-Koller. crs

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