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Ortsumgehung: Hagenburg ist raus

Bundesverkehrswegeplan bringt gute Nachrichten für Nienstädt und Steinbergen Ortsumgehung: Hagenburg ist raus

Mit Ausnahme der Ortsumgehung Hagenburg haben alle angedachten Schaumburger Entlastungsstraßen gute Chancen, es in den sogenannten vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu schaffen.

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"Vordringlich" ist Nienstädt schon lange - passiert ist bisher noch nichts.

Quelle: Archiv

Landkreis. Sie alle sind in der Kategorie des vordringlichen Bedarfs zu finden. Der Plan-Entwurf ist gestern von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellt worden.
„Ich finde, das ist eine Katastrophe für Hagenburg“, zeigte sich Dagmar Hansing enttäuscht von dem Entwurf. Der stellvertretenden Bürgermeisterin des Fleckens zufolge warten die Einwohner des Ortes seit fast 50 Jahren auf eine Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 441. Da der Plan bis 2030 angelegt sei, werden die Hagenburger wohl auf mindestens eineinhalb weitere Jahrzehnte vertröstet, so Hansing.

Hagenburgs Politik enttäuscht

„Ich gehe davon aus, dass die Verkehrsbelastung in den kommenden Jahren weiter steigen wird“, ist sich die stellvertretende Bürgermeisterin sicher. Für die Anwohner der Langen Straße und der anliegenden Straßen sei die Situation bereits jetzt kaum zu ertragen. Und diese Beeinträchtigung werde wohl weiter zunehmen.

Besonders gute Chancen hat dagegen die B 83-Ortsumgehung Steinbergen. Die steht im Plan in der Kategorie vordringlicher Bedarf mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von zehn. In der vorangegangenen Auflage des Bundesverkehrswegeplanes hatten Projekte mit einem Faktor größer als fünf sehr gute Chancen auf Umsetzung. Zum Vergleich: Die Entlastungsstraße B 238 in Steinbergen steht bei 4,5, die B 65-Ortsumgehung Vehlen bei 4,3 und die B 238 Möllenbeck bei 4,5. Der Faktor berechnet sich unter anderem nach dem erwarteten Grad der Entlastung, notwendigen Eingriffen in die Natur und – logisch – den Kosten für den Straßenbau.

Von einem „guten Tag für die Schaumburger Infrastruktur“ sprach gestern der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann. Er sieht gute Aussichten auf eine Verwirklichung.

Nienstädt wartet seit 15 Jahren

Davon geht auch Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln aus. „Allerdings steht mit der Aufnahme in den vordringlichen Bedarf noch längst nicht fest, wann welches Projekt gebaut wird“, macht der Behördenchef deutlich. Zudem müsse auch noch abgewartet werden, welche Vorhaben am Ende tatsächlich in das Gesetz aufgenommen werden, immerhin sei jetzt nur ein Entwurf vorgestellt worden.

Die Kategorie „vordringlich“ muss erst einmal nicht viel bedeuten. Deutlich wird das am Beispiel der Ortsumgehung Nienstädt für die Bundesstraße 65: Diese fand sich bereits im vorangegangenen Verkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf. „Wir stehen da seit 15 Jahren drin“, sagte der Nienstädter Ortsbürgermeister Gerhard Widdel. Umgesetzt worden sei sie aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht. In Nienstädt zum Beispiel gibt es weiterhin Probleme mit relativ dichter Besiedlung an der möglichen Ortsumgehung. Und an diesem Umstand hat sich seither nichts geändert.

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