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Aus dem Landkreis Pastor: Neonazis von „Besseres Hannover“ orientieren sich Richtung Schaumburger Land
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Pastor: Neonazis von „Besseres Hannover“ orientieren sich Richtung Schaumburger Land
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00:16 06.10.2013
Der „Abschiebär“ macht „Besseres Hannover“ überregional bekannt.  Quelle: pr.
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Landkreis. „Derzeit gibt es keine rechtsextremen Strukturen in Schaumburg“, erklärt Scholz. Das vergleichsweise hohe Polizeiaufgebot bei der Gerichtsverhandlung gegen zwei Linksradikale in Bückeburg stehe nicht im Widerspruch zu dieser Behauptung. „Die dortigen Kollegen haben das eben als notwendig erachtet“, sagt Scholz.

„Keine Strukturen“ bedeutet dem Staatsschützer zufolge: „Die Internetseite der Nationalen Sozialisten Bückeburg ist inaktiv, die rechtsextreme Wohngemeinschaft in Obernkirchen hat sich aufgelöst.“ Dass es einzelne Anhänger des braunen Gedankenguts im Landkreis gebe, könne selbstredend nicht ausgeschlossen werden.

In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) über die rechte Szene in Niedersachsen nach dem Verbot der Gruppierung „Besseres Hannover“ berichtet. Die Rechtsextremen erlangten überregionale Bekanntheit mit der Figur des „Abschiebären“, die in ihren Propagandavideos auftritt.

In dem dpa-Bericht sagte Pastor Wilfried Manneke vom „Netzwerk gegen Rechtsextremismus in der Südheide“, er wisse, „dass einige der ,Besseres Hannover‘-Leute sich Richtung Schaumburger Land orientieren“. Diese Information, erklärt Manneke gegenüber den SN, stamme vom Landespräventionsrat Niedersachsen.

Staatsschutzleiter Scholz zufolge gibt es dazu aber beim Kommissariat in Nienburg „keinerlei Erkenntnisse“.

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