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Pastoren und Diakone gesucht

Landeskirche wirbt um mehr Personal Pastoren und Diakone gesucht

Mehr junge Pastoren als ursprünglich vorgesehen sollen in den nächsten Jahren innerhalb der Schaumburg-Lippischen Landeskirche ihren Dienst aufnehmen.

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Die Synode mit Präsident Klaus-Dieter Kiefer an der Spitze wirbt um Nachwuchs. 

Quelle: jpw

Landkreis. Damit sind die Mitglieder der Frühjahrssynode, die am Sonnabend in Steinhude getagt hat, zunächst von ihrem Ziel abgewichen, bis 2020 sieben Pfarrstellen einzusparen. Mehr noch: Um die Jugendarbeit weiter zu intensivieren, sollen drei weitere Diakone eingestellt werden.

 Der Grund für den Sinneswandel speziell bei der Pfarrstellenplanung liegt nicht nur in den derzeit auskömmlich sprudelnden Kirchensteuern, sondern in der Erkenntnis, dass alle Gliedkirchen innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands auf einen Pastorenmangel zusteuern. Davon wird auch die Schaumburg-Lippische Landeskirche nicht verschont bleiben.

 Bis zum Jahr 2025 gehen mehr als die Hälfte der derzeitigen Amtsinhaber in den Ruhestand. „Gleichzeitig“, so formulierte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, „beginnen in allen Landeskirchen immer weniger junge Menschen das Theologiestudium mit dem Ziel, Pastor zu werden“.

 Vor diesem Hintergrund erscheine es sinnvoll, die „Stellenreduzierung etwas weiter in die Zukunft zu verschieben“ und offen für die Einstellung junger Pastoren und auch für Bewerbungen aus anderen Landeskirchen zu sein. Dazu kommt der eigene Nachwuchs: „Wir haben derzeit neun Theologiestudenten, die wir hegen und pflegen müssen“, sagte der Landesbischof. Die Werbung für das Theologiestudium beginne inzwischen bereits in den Schulen.

 Manzke sieht die „überschaubaren Strukturen“ der kleinen Landeskirche attraktiv für junge Bewerber mit Ambitionen: „Wir sind hier so ein Vogelflug-Team.“ Jeder dürfe mal vorne fliegen.

 Drei weitere Diakone verstärken künftig die Jugendarbeit innerhalb der Landeskirche. Damit ist die Synode den Vorstellungen der Arbeitsgruppe „Zukunft der Jugendarbeit und des Landesjugendpfarramtes“ gefolgt, die die Synodale Sandra Müther vorstellte. Die drei neuen Mitarbeiter sollten formal dem Landesjugendpfarramt angegliedert bleiben. Gemeinden, die eine Intensivierung der Jugendarbeit wünschten, könnten sich bewerben und einen Stellenanteil selbst finanzieren. Die drei neuen Diakone werden „gabenorientiert“, zum Beispiel mit Musik oder Erlebnispädagogik ausgewählt, und in den Gemeinden entsprechend eingesetzt.  jpw

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