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Pendler haben kaum Verständnis für GDL-Streik

Aufs Abstellgleis geschoben Pendler haben kaum Verständnis für GDL-Streik

Tausende Schaumburger haben gestern Morgen für den Weg zur Arbeit deutlich mehr Zeit gebraucht als an anderen Tagen: Die Lokführergewerkschaft GDL hat mit ihrem Streik für reichlich Turbulenzen auf der Schiene gesorgt. Rund die Hälfte der Verbindungen im Personenverkehr fiel aus, die Pendler aus dem Landkreis mussten teilweise erhebliche Verspätungen hinnehmen, sehr zum Unmut der Betroffenen.

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Landkreis (rg,bes). „Es ist eine Frechheit, ich habe kein Verständnis für den Streik“, echauffiert sich Katja Bonhagen (42) aus Stadthagen. Sie ist nach eigenen Angaben auf die Bahn angewiesen. Die alleinerziehende Mutter arbeitet beim Amtsgericht in Hannover. Der GDL-Streik bedeutet für sie deutlich mehr Zeitaufwand. Eine Sonderregelung für die Zeit des Streiks durch ihren Arbeitgeber ermögliche ihr, dass sie eine Stunde später anfangen könne, so Bonhagen.
Auch andere Pendler zeigten wenig Verständnis für den Arbeitskampf. Die 44-jährige Sabine Bausch aus Stadthagen fordert, dass sich Gewerkschaft und Deutsche Bahn aufeinander zubewegen und zu einer Einigung kommen. Sie hatte sich vorab über die Zugausfälle informiert, um so Wartezeiten zu vermeiden.
Sauer ist auch Simon Mumme. Der Student rechnet damit, bis zu zwei Stunden länger für den Weg zur Uni zu benötigen. Dies müsse er jetzt in seinen Tagesplan einbauen.
Auch der Koch Andreas Schmalz ist durch die neuerlichen Verzögerungen im Bahnverkehr erbost. Werden seine Verbindungen gestrichen, könne er erst verspätet mit den Vorbereitungen in der Küche beginnen. Am Ende müssten so die Gäste auch länger auf ihr Essen warten.

Katja Bornhagen (42):  "Es ist eine Frechheit, ich habe kein Verständnis!"

Simon Mumme (21) : "Ich muss meine Vorlesungen um den Fahrplan bauen."

Sabine Bausch (44) : "Es wird Zeit, dass sich die Tarifpartner einigen."

Andreas Schmalz (51): "Langsam fehlt mir das Verständnis für die GDL-Forderungen."

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