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Planungen laufen auf Hochtouren

IGS Rinteln Planungen laufen auf Hochtouren

Die Planungen für den Neubau der IGS Rinteln schreiten voran: Bis die Bauarbeiten an der Burgfelsweide, in der Nachbarschaft des Gymnasiums Ernestinum allerdings beginnen können, dauert es noch eine Weile. Grund ist der Auftragswert, der mit über 209 000 Euro den gültigen Schwellenwert übersteigt.

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Quelle: pr.

Landkreis. Davon müssen die erforderlichen Planungsleistungen von Architekt, Heizung und Elektro bezahlt werden. Nun muss die Auftragsvergabe EU-weit ausgeschrieben werden, teilte Fritz Klebe, Bauamtsdezernent des Landkreises, bei der Sitzung des Bauausschusses mit.

Preisgericht entscheidet

„Natürlich dauert das Verfahren nun länger“, erklärte Klebe, der das Verfahren für alle transparent machen will. Dafür habe ein Architektenwettbewerb den Vorteil, dass ein hohes Maß an Entwurfsqualität zu erwarten sei. Auswärtige und heimische Architektenbüros könnten sich in einem fairen Verfahren messen. Ein Preisgericht entscheidet im Anschluss, wer den Zuschlag bekommt, erläuterte der Baudezernent weiter. Die Auswahl der Jury werde dann noch den Gremien im Kreistag und der Verwaltung zur Entscheidung vorgelegt.

Klebe geht davon aus, dass die ersten Entwürfe der Architekten Ende März vorliegen werden. Die Vergabeentscheidung soll dann noch vor den Sommerferien erreicht werden. Die anschließende Bauzeit des Gebäudes, für das die Verwaltung 17,9 Millionen Euro Planungskosten bereitgestellt hat, soll anderthalb Jahre in Anspruch nehmen. Einstimmig votierten die Mitglieder des Gremiums für die Ausführungen der Verwaltung.

Toiletten müssten für alle Menschen nutzbar sein

Matthias Gläser vom Kreisbehindertenrat Schaumburg machte darauf aufmerksam, dass er in den bisherigen Planungen an keiner Stelle die Worte „Inklusion“ oder „Barrierefreiheit“ wahrgenommen habe. Er bat den Bauausschuss und die Verwaltung, die wichtigen Aspekte einer behindertengerechten Einrichtung nicht aus den Augen zu verlieren. Toiletten müssten für alle Menschen nutzbar sein, Rampen und Aufzüge seien beispielsweise wichtig.

Klebe verwies in diesem Zusammenhang auf die Niedersächsische Bauordnung. Breite Türen oder auch behindertengerechte Toiletten sehe die Verordnung automatisch vor. „Bei diesem Neubau braucht man keine Sorgen zu haben, dass er nicht für Menschen mit Behinderungen geeignet ist“, so Klebe. Er erläuterte noch, dass es an dieser Stelle um einen Vorentwurf gehe und solche Details noch nicht vorgesehen seien.

Kostenlose Beratung eines Architekten

Die Mitglieder des Ausschusses sprachen sich dafür aus, dass die kostenlose Beratung eines Architekten, der sich auf behindertengerechte Bauten spezialisiert hat, in Anspruch genommen wird. Den Kontakt wird Gläser herstellen. Ausschuss-Mitglied Dieter Horn (SPD) unterstützte den Vorgang: „Es ist sehr wichtig, dass auch der Behindertenbeirat an solchen Sitzungen teilnimmt, damit bereits im Vorfeld an alles gedacht wird, was für die Inklusion wichtig ist.“ Ansonsten würde ein nachträgliches Umbauen die Kosten nach unnötig oben treiben.

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