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Plötzliche Winterwelt

Schnee in Schaumburg Plötzliche Winterwelt

Lange Staus, abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume und diverse Verkehrsunfälle: Der erste Schnee hat auf Schaumburgs Straßen für Behinderungen gesorgt. Polizei und Feuerwehr waren den gesamten Tag immer wieder im Einsatz.

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Ganz Schaumburg ist unter einer weißen Winterdecke verschwunden.

Quelle: Fotos: pr. / Montage: Harmening

Landkreis. Die plötzliche Glätte auf den Straßen wurde einigen Autofahrern zum Verhängnis. Um 4.45 Uhr ereignete sich der erste Unfall: In Wiedenbrügge fuhr ein 55-jähriger Nienburger nach Angaben der Polizei auf der B 441 in Richtung Hagenburg. Aufgrund der Witterungsverhältnisse kam er auf glatter Fahrbahn nach rechts von der Straße ab und beschädigte dabei die Bepflanzung und den Eingangsbereich eines Hotels. Der Sachschaden an Auto und Hotel beträgt etwa 7500 Euro.

Ein 39-jähriger Hyundai-Fahrer kam ebenfalls von der Fahrbahn ab. Er prallte auf der B 65 in Bückeburg gegen eine Leitplanke. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt, sein Wagen musste abgeschleppt werden. Ein weiterer Leitplankenunfall ereignete sich um 7.15 Uhr auf der Bückeburger Nordtorstraße. Aus Richtung Echtorf kommend geriet eine 43-jährige Frau mit ihrem Volvo ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab. Die Fahrerin blieb unverletzt. Auch ihr Auto musste abgeschleppt werden.

Abgeknickte Äste und umgefallene Bäume

Den gesamten Tag hielten etliche Gefahrenstellen im Landkreis die Polizei und zum Teil auch die Feuerwehr auf Trab: Mehrere schneebeladene Äste ragten in Ahnsen gefährlich in die Fahrbahn und Am Harrl blockierte ein umgefallener Baum eine Straße. Auf der B83 in Bückeburg lagen größere herabgefallene Äste auf der Straße.

Auf der L450 im Schaumburger Wald drohten mehrere Bäume unter der Schneelast umzustürzen. Auch auf der B83 in Heeßen, in Obernkirchen auf der Rintelner Straße und auf der B 65 in der Gemarkung Bückeburg, mussten Feuerwehr und Polizei aufgrund von Ästen und Bäumen auf den Fahrbahnen zu den Aufräumarbeiten ausrücken.

Auf der ehemaligen K80 zwischen Krankenhagen und Möllenbeck krachte ein Baum herunter. In Hohenrode schlug um halb 4 ein Baum auf die L433. Auf der Bergdorfer Straße in Bückeburg stand ein Bus vor einem umgestürzten Baum. Der Bauhof Bückeburg beseitigte das Hindernis.

Zwischen Spießingshol und Pollhagen waren zwei Bäume abgeknickt.Auf der Berliner Straße in Stadthagen blockierten Äste die Fahrbahn. Die Ortsfeuerwehr Pollhagen rückte zur Räumung von Ästen auf der L371 zwischen Pollhagen und Münchehagen sowie auf einer Straße im Schaumburger Wald aus.

In Helpsen blockierte ein Baum den Verkehr. Auch zwischen Reinsen und Reinsdorf sowie an der Bergkette mussten Äste von der Fahrbahn geräumt werden. Insgesamt sieben Bäume und große Äste waren zwischen Wölpinghausen und Bergholm auf der L370 auf die Fahrbahn gefallen. Wegen der anhaltenden Gefahr hatte die Straßenmeisterei die Strecke gesperrt.

Lange Staus auf der A2

Die L442/Kreisstraße 10 in Krainhagen wurde zwischenzeitlich für Autos komplett gesperrt – Bäume drohten durch die starke Schneelast umzustürzen. Vom Umleitungsverkehr verschont blieben die Straßen rund um Bad Nenndorf und Rodenberg. Der Landkreis warnt davor, den Bückeberger Wald zu betreten.

Aufgrund der enormen Schneelast drohen zahlreiche Baumkronen und jüngere Bäume zu brechen, „sodass der Wald nur unter Lebensgefahr betreten werden kann“, heißt es von der Kreisverwaltung. Viele Forstwege seien zudem unpassierbar und können erst nach grundsätzlicher Wetteränderung geräumt werden.

Auf der A2 war für viele Autofahrer Ruhe bewahren angesagt. Zwischen Veltheim und Rehren staute sich der Verkehr zeitweise auf einer Strecke von 20 Kilometern. In der Gegenrichtung waren es 18 Kilometer zwischen Wunstorf-Kolenfeld und der Raststätte Auetal. Dort ging es zum Teil kaum noch voran, denn einige Lastwagenfahrer parkten auf der Autobahn, weil sie an den Steigungen nicht mehr vorankamen.

Auch die Mitarbeiter der Bahn mussten ausrücken. Mit einem Hochturmwagen mussten die Oberleitungen zwischen Minden und Bückeburg repariert werden. Der Schaden an den Leitungen führte zu Verspätungen von etwa 90 Minuten, da die Fernzüge Richtung Ruhrgebiet von Hannover über Göttingen und Paderborn umgeleitet werden mussten. vr

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