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Politiker wollen IGS-Neubau in Rinteln

Finanzausschuss Politiker wollen IGS-Neubau in Rinteln

Einhelliges Votum: Ohne Gegenstimme hat der Finanzausschuss des Kreistags dem geplanten IGS-Neubau in Rinteln zugestimmt. Auch Grüne und WGS, die im Schulausschuss noch erhebliche Bedenken geltend gemacht hatten, stimmten dafür. Damit zeichnet sich auch für die Entscheidung des Kreistags am kommenden Dienstag Einstimmigkeit ab.

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Quelle: Archivfoto

Landkreis. Die Finanzpolitiker empfahlen die Errichtung eines IGS-Neubaus an der Rintelner Burgfeldsweide, für die Kosten von 17,9 Millionen Euro veranschlagt werden. Das Projekt ist Teil eines größeren Gesamtpakets zwischen dem Landkreis und der Stadt Rinteln (siehe Kasten).

Obwohl auch er am Ende dem Vorhaben zustimmte, „weil es positive Effekte für Rinteln bewirkt“, führte der Rintelner Heinrich Sasse (WGS) Bedenken ins Feld. Diese entzündeten sich an der vorgesehenen gemeinsamen Nutzung der Aula, der Mensa und einiger Fachräume durch die neue IGS im benachbarten Gymnasium. „Es herrscht die Befürchtung, dass das Gymnasium und die IGS kastriert werden, und das darf nicht sein“, sagte Sasse. Zumindest hätten sich die beiden Schulleiter in einer gemeinsamen Sitzung aller Rintelner Stadtratsfraktionen „erschrocken“ über Einzelheiten der Planung gezeigt, berichtete Sasse. Dem hielt Kreisschuldezernentin Katharina Augath prompt entgegen: Bei einem Treffen des Schulamtes mit den Schulleitern hätten diese die anstehende Zusammenarbeit als unproblematisch bezeichnet: „Die haben keine grundsätzlichen Probleme gesehen.“

Schulen sollen an Planung beteiligt werden

Landrat Jörg Farr versicherte, durch die kostensparende gemeinsame Nutzung von Räumen werde „die Eigenständigkeit der Schulen nicht angetastet“. Wer anderes behaupte, führe eine „absurde Diskussion“. Die Aula solle einen besseren Schallschutz und eine verbesserte Veranstaltungstechnik erhalten, so werde auch das Gymnasium profitieren. Die Mensa werde für die Nutzung durch beide Schulen bedarfsgerecht erweitert. Am Planungsprozess sollen die beiden Schulen laut Farr intensiv beteiligt werden.

Darauf legte auch Michael Dombrowski (Grüne) großen Wert: „Die Wünsche und Vorstellungen der Schulen müssen in die Planungen einfließen.“ Die beabsichtigten Synergien müssten nicht nur finanziell, sondern auch schulorganisatorisch und pädagogisch sinnvoll gestaltet werden. Wenn bei der Feinabstimmung Mehrbedarf an Räumlichkeiten entstehe, sei das aus seiner Sicht „bis zu einer Größenordnung von einer Million Euro vertretbar“.

Das Gesamtpaket

Der vom Landkreis für 17,9 Millionen Euro geplante IGS-Neubau ist in folgendes Arrangement eingebettet: Der Landkreis will das Hallenbad in Rinteln der Stadt übertragen. Die von Rinteln zu zahlende erhöhte Kreisumlage von 370.000 Euro jährlich soll wegfallen. Der Landkreis will als Sanierungszuschuss für das Hallenbad einmalig 2,3 Millionen Euro zahlen. Zudem soll die Stadt das Grundstück und die Immobilie der jetzigen IGS an der Klosterstraße kostenfrei übertragen bekommen. ssr

Gunter Feuerbach (CDU) hob hervor, der Landkreis gebe „berechtigterweise viel Geld für die Abrundung seiner Schullandschaft aus“. Allerdings könne der Kreis „mit dem Geld nicht aasen“, deshalb müssten die Schulen einige Räume gemeinsam nutzen. „Bei etwas gutem Willen geht das auch“, so Feuerbach. Die Eigenständigkeit der beiden Schulen werde jedenfalls „in keinster Weise angetastet“.

Cerstin Bayer (SPD) unterstrich, bei dem Gesamtpaket „profitieren alle“. Sie bemerkte, „die hausgemachte Panik einiger Lehrer in Rinteln ist unerträglich“. Richard Wilmers (WIR) bezeichnete das Gesamtpaket als „ganz hervorragende Lösung“. Es handele sich „um einen soliden Kompromiss zwischen Kreis und Stadt“. Die geplante Kooperation von Gymnasium und IGS berge viele pädagogische Chancen. Das funktioniere andernorts im Landkreis auch. ssr

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