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Polizei graviert in vier Stunden 56 Fahrräder

„Finger weg! Mein Rad ist codiert" Polizei graviert in vier Stunden 56 Fahrräder

Ein Fahrrad ist keine Panzerschrank und trotzt Schloss und Kette oft schnell entwendet. Mit der Eingravierung einer Ziffer auf sein Zweirad hat der Fahrradbesitzer eine bessere Chance, sein Eigentum zurückzubekommen.

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Quelle: sk

Von Vera Skamira 

Stadthagen. Und die Gravur soll abschreckend auf Diebe wirken. Kostenlos hat die Polizei auf dem Hof der Stadthäger Dienststelle am Freitag zwischen 11 und 15 Uhr 56 Fahrräder kostenlos codiert.

Fünf Fahrräder sind Rolf Martin im Lauf seines Berufslebens – der Stadthäger radelte als Pendler jeden Tag zum Bahnhof – gestohlen worden, „eines sogar zweimal“, berichtete Martin. Sein E-Bike hat sich der 60-Jährige jetzt am Freitagvormittag codieren lassen. Das kostete keinen Cent und nur wenig Zeit.

Denn: Seit einem Jahr nutzen die Dienststellen in Stadthagen, Rinteln, Bückeburg und Bad Nenndorf eine neue digitale Technik zum Codieren. Innerhalb von nur acht Sekunden hatte Polizist Carsten Köller mittels eines Nadelprinters eine 15-stellige Ziffernfolge in den Rahmen von Martins Fahrrad graviert. Das Codieren inklusive Datenerfassung geht nun ruck, zuck. „Bei der früheren Fräsmethode waren nur acht Fahrräder in der Stunde zu schaffen“, berichtete Polizeipressesprecher Axel Bergmann. Jetzt ist die doppelte Zahl möglich. Die Codier-Ziffer ist dem Fahrradbesitzer eindeutig zugeordnet. Hinzu kommt eine Bilddatei: Frank Oswald, sonst im Streifendienst tätig, hat jedes Fahrrad fotografiert, Dienststellenkollegin Ute Pieska die Daten erfasst.

Launig kommentierte Eva-Maria Pätzold den Empfang ihres frisch codierten Mobils: „Und jetzt Finger weg von meinem Fahrrad!“ „Finger weg! Mein Rad ist codiert“ steht neben der Gravur, die mit einer Folie überklebt ist. Die Stadthägerin Christiane Dettmer rückte peu à peu gleich mit fünf Familienfahrrädern an. Schade, dass die Codierung kostenlos ist. Die Stadthägerin hätte bestimmt Rabatt bekommen.

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