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Musterbrief-Aktion gegen „Südlink“ Post ans Amt

 Nachdem sich bereits in Hülsede, Lauenau und anderen Orten im Osten Schaumburgs der Widerstand gegen die geplante Höchstspannungsleitung „Südlink“ formiert hat, ziehen einige Reinsdorfer jetzt nach: In den kommenden Tagen wollen Jürgen Noack und einige Mitstreiter Handzettel verteilen.

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Jürgen Noack will mithilfe von Musterbriefen gegen die Alternativtrasse für den „Südlink“ mobil machen.

Quelle: bes

Reinsdorf. „Es handelt sich dabei um Musterbriefe, mit denen die Reinsdorfer die Aufmerksamkeit der zuständigen Politiker auf die Probleme vor Ort lenken können“, erklärt der 64-Jährige. Adressaten sind dabei Landrat Jörg Farr, Ministerpräsident Stephan Weil sowie Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Umweltminister Stefan Wenzel. „Uns wäre lieb, wenn jeder der Politiker eine große Menge Briefe bekommen.“

 Verteilt werden diese Musterbriefe, in denen Interessierte nur noch Namen und Adresse einzutragen haben, jedoch nicht nur in Reinsdorf. Noack und sein kleines Team wollen auch in anderen Orten ihre Schreiben verteilen. „Zudem können sich Betroffene per E-Mail an meine Adresse noack-juergen@t-online.de wenden. Ich schicke ihnen dann den Musterbrief zu“, ergänzt der 64-Jährige. Das Angebot richtet sich speziell an andere Betroffene aus dem Landkreis, schließlich verlaufe der Ausweichkorridor von Sachsenhagen im Norden über das Gebiet der Samtgemeinde Nenndorf bis ins Auetal.

 Auf der Rückseite der Schreiben ist auf einer Karte zusätzlich der mögliche Trassenverlauf abgebildet. Ergänzt wird diese Abbildung durch weitere Informationen rund um die Masten für die Höchstspannungsleitung.

 Noack und die anderen Protestler unterstützen zwar die Energiewende, sind aber gegen die Alternativ-Variante für die Höchstspannungsleitung „Südlink“. Diese soll überirdisch quer durch Schaumburg führen und Reinsdorf dabei im Westen passieren, sodass die Gemeinde dann von Stromleitungen eingeschlossen sei. Eine solche Trassenführung zerstört nach Ansicht der Gruppe Landschafts- und Wasserschutzgebiete, es würde ein „irreparabler Schaden an wertvollem Naturraum entstehen“. Zudem würden Siedlungsräume erheblich beeinträchtigt werden und auch der Tourismus Schaden nehmen, heißt es in dem Musterbrief. bes

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