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Aus dem Landkreis Preise für Grundstücke steigen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Preise für Grundstücke steigen
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00:27 15.03.2018
Die Diplom-Ingenieure Roland Schubert und Michael Broermann stellen den Grundstücksmarktbericht 2018 vor. Quelle: jak
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RINTELN

Etwa 2000 Kaufverträge aus dem gesamten Landkreis hat der Gutachterausschuss analysiert und ausgewertet, und auf Basis der erhobenen Zahlen den neuen „Grundstücksmarktbericht 2018“ herausgebracht.

Auffällig ist, dass im Vergleich zum Vorjahr die Gesamtzahl der abgeschlossenen Verträge um rund 8 Prozent gesunken ist – vor allem bei bebauten Grundstücken und Eigentumswohnungen. Nur bei Land- und Forstwirtschaftlichen Flächen ist die Anzahl leicht gestiegen.

Ins Stocken geraten

Die im Landkreis entstandenen Neubaugebiete füllen sich zunehmend, berichtet Broermann. Gleichzeitig gerät das Angebot weiterer Baugebiete ins Stocken, sodass die seit Jahren höchsten Umsätze 2016 im Berichtsjahr nicht mehr erreicht werden konnten.

Mit 315 verkauften Bauplätzen für Ein- und Zweifamilienhäuser ist dieser Sektor jedoch gut aufgestellt, ergänzt Roland Schubert, stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses sowie „Teamleiter Wertermittlung“. Die Preisentwicklung ist hier eher verhalten.

Preissteigerung von sechs Prozent

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre ist im Landkreisdurchschnitt eine Preissteigerung von insgesamt sechs Prozent zu verzeichnen. Dabei bleiben die Preise in den ländlichen und mäßigen Lagen der Städte moderat auf dem Niveau der Vorjahre, teilweise auch darunter.

Anders hingegen in guten Lagen; dort steigen die Preise teilweise um rund 10 Prozent, vereinzelt auch darüber. Die Bauplatzpreise variieren stark in einer Spanne von 20 Euro pro Quadratmeter in infrastrukturell schwachen Dörfern, bis zu 175 Euro pro Quadratmeter in den guten Lagen der Städte.

Umsatz fällt

Der Geldumsatz von Wohnhäusern (Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser) liegt bei insgesamt 134 Millionen Euro und ist leicht um drei Prozent gefallen, bei einem Rückgang in der Anzahl der Verkäufe um sechs Prozent. Deutlich gestiegen ist der Preis von Mehrfamilienhäusern – rund 14 Prozent. Das liege auch am knappen Angebot, so Broermann.

Allein in den Städten Bad Nenndorf, Rinteln und Stadthagen werden 60 Prozent aller Eigentumswohnungen des Landkreises umgesetzt.

Drei Prozent zwangsversteigert

Die Preissteigerungen von gebrauchten Eigentumswohnungen liegen wie auch bei den Erstverkäufen bei  acht Prozent. Der Umsatz von Erstverkäufen ist stark abhängig vom Neubauangebot. Während 2014 noch 68 Neubauwohnungen verkauft wurden, waren es 2017 nur noch 14.

Immobilien in einfacher Ausstattung und unattraktiver Lage sind im Landkreis weiterhin günstig zu erwerben.

Von den etwa 1380 registrierten Fällen bebauter Grundstücke inklusive Eigentumswohnungen entfielen 39 oder drei Prozent auf Zwangsversteigerungsverfahren. Die Anzahl der zwangsversteigerten Objekte liegt damit auf dem niedrigsten Stand der letzten acht Jahre. jak

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