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Zahl der Privat-Insolvenzen rückläufig

Schaumburg Zahl der Privat-Insolvenzen rückläufig

Auch wenn der Deutsche Aktienindex momentan unter 10.000 Punkten liegt, scheint es um die deutsche Wirtschaft gut bestellt. Diesen Schluss lässt zumindest die Zahl der Insolvenzverfahren im vergangenen Jahr zu. Gerade bei den Verbraucher-Insolvenzen lässt sich für das Jahr 2015 sowohl bundesweit als auch in Schaumburg ein Rückgang feststellen.

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In Schaumburg wurden im vergangenen Jahr 324 Anträge auf Verbraucherinsolvenz gezählt.

Quelle: Symbolfoto

Landkreis. Nach Angaben von Klaus-Dieter Neubert, zuständiger Richter beim Amtsgericht Bückeburg, sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Landkreis um 49 auf 324 Anträge im Jahr 2015. Bundesweit mussten insgesamt 79.030 in Geldnot geratene Personen im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Das sind 7430 weniger als noch in 2014.

Neubert führt diese Entwicklung auf „die gute wirtschaftliche Lage“ zurück. Nichtsdestotrotz lauern immer noch die typischen Fallen, die für Privatpersonen in eine Insolvenz münden können. Dazu zählen unter anderem eine gescheiterte Immobilienfinanzierung oder nicht angepasstes Konsumverhalten, wie Neubert ausführt. Schicksalsschläge wie Scheidung, der Verlust des Jobs, eine langwierige Krankheit und der Tod des Partners seien ebenfalls typische Insolvenzgründe.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Landkreis bleibt im Vergleich zum Vorjahr auf einem fast gleichbleibenden Niveau: Waren es in 2014 noch 127 gezählte Anträge, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 133. Damit folgte der Landkreis dem bundesweiten Trend. Auch wenn dort die Zahl der Unternehmerinsolvenzen um 800 auf 23.230 sank, könne man von Stagnation sprechen.

80 Unternehmen haben 2015 Insolvenz angemeldet

Bei den Unternehmerinsolvenzen wird zwischen natürlichen und nicht natürlichen Personen unterschieden. Erstere können Einzelunternehmer (beispielsweise Handwerksbetriebe) und Selbstständige umfassen. 80 Verfahren zählte das Amtsgericht Bückeburg im vergangenen Jahr in dieser Kategorie, sechs mehr als noch in 2014.

Unter nicht natürlichen Personen werden Vereine, GmbHs (Gesellschaften mit beschränkter Haftung) oder AGs (Aktiengemeinschaften) zusammengefasst. 53 Anträge habe es in dieser Gattung gegeben – genauso viel wie in 2014.

„Zu den Ursachen und der Verteilung der Unternehmensinsolvenzen können wir keine Angaben machen“, sagt Insolvenzrichter Neubert. Diese werden vom Statistischen Landesamt ausgewertet. Allerdings liegt dort die Bilanz des Insolvenzjahres 2015 noch nicht in kompletter Form vor. js

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