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Protestaktion in Krankenhäusern

Klinikum-Sprecher: "Verdi übertreibt maximal" Protestaktion in Krankenhäusern

Dass Mitarbeiter der drei Krankenhäuser in Schaumburg am Mittwoch in einer einstündigen Protestaktion auf die Personalnot hinweisen wollen, hält Achim Rogge für „grundsätzlich nachvollziehbar“. Der Sprecher der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft (KPG) erachtet die von der Gewerkschaft Verdi dazu vorgelegten Zahlen aber für „maximal übertrieben“.

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Klinikum-Chef Achim Rogge hält zusätzliche Personaleinstellungen für nicht realistisch.

Quelle: ssr

Landkreis/Stadthagen (ssr). Um im Vorfeld der Protestaktion „Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen und den Patienten die Ängste zu nehmen“, hatte Rogge zu einem Pressegespräch eingeladen. Er bezeichnete die von Verdi für die Zeit von 12.20 bis 13.30 Uhr angekündigte Protestaktion aus seiner Sicht als „aktive Mittagspause“. Es werde „zu überhaupt keiner Einschränkung bei der Versorgung der Patienten kommen“, versicherte Rogge.
In der Tat sei es in den Krankenhäusern in den vergangenen Jahren „zu einer massiven Arbeitsverdichtung gekommen“, räumte der KPG-Sprecher ein. Dies sei eine Folge der viel zu geringen Kostenerstattung nach dem Fallpauschalen-System „und das ist politisch so gewollt“.
Allerdings sei die Behauptung von Verdi, dass an allen deutschen Krankenhäusern insgesamt 162 000 Beschäftigte fehlen, „in der Dimension deutlich überzogen“. Das werde auch für die von Verdi auf die Kliniken in Stadthagen, Bückeburg und Rinteln herunter gebrochenen Zahlen gelten, die heute präsentiert werden sollen, meinte Rogge. Die Daten seien „auf unseriöse Weise“ erhoben worden. Denn diese bezögen sich auf einen Zeitpunkt vor zehn Jahren, zu dem mit den heutigen Gegebenheiten überhaupt nicht vergleichbare Rahmenbedingungen gegolten hätten, erläuterte der KPG-Geschäftsführer.
Dadurch würden in der Bevölkerung „enorme Unsicherheiten geschürt“, fuhr Rogge fort. Denn trotz der Arbeitsverdichtung sei „die Patientensicherheit in keinster Weise gefährdet“, betonte der KPG-Sprecher: „Die Patienten sind rundum gut versorgt.“
Forderungen nach zusätzlichen Personaleinstellungen seien unerfüllbar, konstatierte Rogge. Das gebe das bestehende Krankenhaus-Finanzierungssystem schlicht nicht her. Schon die Tarifsteigerungen würden nicht abgedeckt. Dasselbe gelte für Investitionskosten, was denn auch bereits zu einem Investitionsstau geführt habe. Das bedeute unterm Strich: „Wenn wir mehr Personal einstellen wollten, würden wir sofort in ein noch höheres Defizit rauschen.“
Rogge stellte in Aussicht, dass die Arbeitsverdichtung im Gesamtklinikum in Vehlen abnehmen werde. Zum einen sei kein Personalabbau im ärztlichen und pflegerischen Bereich geplant. Des weiteren würden technische Verbesserungen, effektivere Arbeitsabläufe und kürzere Wege dafür sorgen.

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