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Qualität auf dem Prüfstand

Landkreis / Zertifizierung Qualität auf dem Prüfstand

Die evangelisch-lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe hat sich auf die Fahne geschrieben, die Qualität der Kindertagesstätten zu verbessern – und das lässt sie sich auch einiges kosten. Rund 100.000 Euro sollen in den nächsten zwei Jahren in einen Qualitätsmanagement-Prozess für Einrichtungen der Landeskirche fließen.

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Für Projektleiterin Claudia Costa (Zweite von rechts) und Erzieherinnen von Kindertagesstätten in Trägerschaft der Landeskirche hat der Qualitätsmanagement-Prozess begonnen.

Quelle: tbh

Landkreis. „Qualitätsmanagement ist für Kindertageseinrichtungen nichts Neues“, betont Projektleiterin Claudia Costa. Mit dem zum Kindergartenjahr 2013/2014 begonnenen Prozess sollen die Kitas vor allem die Möglichkeit haben, Stärken und Potenziale ihrer Arbeit auszubauen, vorhandene Qualitäten in der Öffentlichkeit darzustellen und angesichts rückläufiger Kinderzahlen auch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. „Als Erzieherin ist man immer darauf bedacht, seine Arbeit zu überprüfen, zu optimieren und noch besser zu machen“, sagt Christel Feindt, die kollegiale Praxisberaterin für die evangelischen Kindertagesstätten der Landeskirche.

Die Erzieherinnen in den jeweiligen Einrichtungen sollen im Laufe dieses Prozesses ihre Arbeit hinterfragen, bewerten, weiterentwickeln und verbessern, sodass sie am Ende nach einer externen Begutachtung mit dem Qualitätssiegel der „Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder“ (Beta) ausgezeichnet werden können.

Als Vorgabe dient ein Handbuch, in dem die Grundanforderungen für das Beta-Qualitätssiegel aufgeführt sind. Zu den Qualitätskriterien, die eine mit dem Beta-Siegel zertifizierte Kita erfüllen muss, gehören Vorgaben, die festlegen, was beispielsweise zu einem Erstgespräch oder zu Elternabenden gehört. Diese Form der Zertifizierung zeichnet sich Costa zufolge dadurch aus, dass das evangelische Profil, also der christliche Glaube, und Kernprozesse der pädagogischen Arbeit wie Sprache und Bewegungsangebote im Mittelpunkt stehen.

Ziel ist es, dass die Einrichtungen auf Basis der allgemeinen Grundanforderungen im Laufe des Qualitätsmanagement-Prozesses ein individuell auf sie zugeschnittenes Handbuch erarbeiten. Dieses soll dann als eine Art Wegweiser für die Zukunft dienen und die tägliche Arbeit erleichtern. Alle fünf Jahre werden die mit dem Beta-Siegel ausgezeichneten Einrichtungen erneut geprüft.

An dem ersten Qualitätsmanagement-Prozess nehmen sechs von 15 Kindertagesstätten aus der Trägerschaft der Landeskirche teil. Dazu gehören die „Arche Noah“ und das „Bodelschwingh-Haus“ in Bückeburg, die Kita „Sinai“ in Heeßen, der Kindergarten in Steinbergen, der „St. Thomas“-Kindergarten in Großenheidorn und der Kindergarten in Wietersheim. Auch für die übrigen Einrichtungen der Landeskirche hat Pastor Jan Peter Hoth, der theologische Referent des Landeskirchenamtes, die Bereitschaft zur Unterstützung bei der Qualifizierung signalisiert.

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